Studienkosten könnten vorweggenommene Werbungskosten sein

Derzeit können Ausbildungskosten nur als Werbungskosten in der Einkommensteuererklärung angesetzt werden, wenn Sie wie bei einer Berufsausbildung auch ein Arbeitsverhältnis als Basis haben.

Das Bundesverfassungsgericht (Az. 2 BvL 22/14; 2BvL 23/14; BvL 27/14) hat nun zu klären, ob diese Praxis mit dem Grundgesetz vereinbar ist.

Sollten nach einem Urteil auch z.B. Studienkosten als vorweggenommene Werbungskosten geltend gemacht werden können, kann es sich in hohem Maße lohnen, wenn man sich jetzt schon die Mühe macht und eine Einkommensteuererklärung einreicht, obwohl keine Steuern gezahlt wurden oder gezahlt werden müssen.

Schon zu Lebzeiten über das Vererben nachdenken, kann sich lohnen

Von der Erbschaftsteuer haben viele schon gehört. Gibt es Ihrerseits viel zu vererben, lohnt es sich schon in jungen Jahren darüber nachzudenken. Denn der wesentliche Unterschied zwischen Erbschaft- und Schenkungsteuer liegt darin, dass die Freibeträge bei der Schenkungsteuer alle zehn Jahre neu angewendet werden können.

Kinder haben zum Beispiel Freibeträge von 400.000 EUR. Haben Sie beispielsweise eine große Villa mit einem Wert von 1.600.000 EUR zu vererben, lohnt es sich zu Lebzeiten 3 Mal ein Drittel an Ihr Kind zu verschenken, um 3 Mal den Freibetrag nutzen zu können.

Kein Fall ist wie der andere. Es lässt sich also pauschal kein Optimalweg verfassen.

Mahnkosten ab 5 EUR zu hoch

Das Landgericht Frankenthal (AZ. 6 O 281/12) stoppte den Energieversorger Pfalzwerke nach einer Klage der Verbraucherzentralen Rheinland-Pfalz und Berlin für Mahnungen mehr als 5 EUR zu berechnen.

Das Gericht entschied, dass es für den Energieversorger zum Alltag gehört, dass Kunden in Zahlungsverzug geraten und somit die Mahnkosten lediglich in Höhe des Materials und Portos weiter berechnet werden dürfen. Verwaltungs- und Personalkosten dürfen somit nicht in die Berechnung der Mahnkosten miteinfließen, da diese zum allgemeinen Geschäftsbetrieb gehören.

Gebühren für Papierrechnungen sind unzulässig

Für Mobilfunkverträge, die online oder alternativ per Telefon oder in einem Ladengeschäft abgeschlossen werden können, ist die Erteilung einer Papierrechnung eine Vertragspflicht des Mobilfunkanbieters. Für diese Leistung darf der Anbieter kein gesondertes Entgelt verlangen. Bei ausschließlichen Online-Angeboten gilt diese Regelung aber nicht.

http://www.vzbv.de/pressemeldung/gebuehren-fuer-die-erstellung-von-papierrechnungen-unzulaessig

Reisekostenrecht 2014

Ab dem 1.1.2014 hat sich im deutschen Reisekostenrecht Vieles verändert.

Neu ist die Definition der „ersten Tätigkeitsstätte“. Diese besagt, dass für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte zur „ersten Tätigkeitsstätte“ der Werbungskostenabzug mit 0,30 EUR pro Kilometer (bei einfacher Strecke) anzusetzen ist. Alle weiteren Fahrten zu z.B. anderen Betriebsstätten oder Einsatzorten sind als Auswärtstätigkeit zu definieren und mit den Reisekosten anzusetzen (gefahrene Kilometer mit je 0,30 EUR pro Kilometer). Bei Auswärtstätigkeiten von mehr als 8 Stunden kann für die ersten drei Monate an derselben Tätigkeitsstätte die Verpflegungspauschale von nunmehr 12 EUR angesetzt werden.

Dies ist nur ein kleiner Auszug der Neuerungen und gerade bei Außendienstmitarbeiten, Montagearbeitern oder anderen mit Einsatzwechseltätigkeit muss für jeden Einzelfall die Konstellation geprüft werden.

Gern helfen wir Ihnen dabei.

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