Die Prüfung

Nach Veröffentlichung der Prüffelder der Finanzämter NRW durch die Oberfinanzdirektion NRW gilt es nun zusammen mit dem Steuerberater zu überlegen, welche klassischen Fragen auf Sie im Falle einer Prüfung zukommen können.

Die folgenden Aufgriffspunkte sind sicherlich auch für andere Bundesländer relevant.

Sollten Sie Ihren Abschluss bzw. Ihre Steuererklärung selbst erstellt haben, ist es sehr wichtig auf Nachfragen reagieren zu können.

 Vermietung und Verpachtung im Erstjahr

Der Schwierigkeitsgrad der Ermittlung der Abschreibung eines Vermietungsobjektes ist sehr hoch. Hier schaut das Finanzamt ganz genau hin. Auch die Unterscheidung von Instandhaltungsaufwand als sofort abziehbarer Erhaltungsaufwand oder abzuschreibender Herstellungsaufwand birgt konfliktpotenzial.

Außergewöhnliche Belastungen

Beim Ansatz von außergewöhnlichen Belastungen prüft das Finanzamt im Wesentlichen die Nachweisführung. Es gibt Kosten die keinen besonderen Nachweis bedürfen, aber auch Kosten mit einfachem Nachweis und dem sogenannten qualifizierten Nachweis.

Anschaffungsnaher Aufwand bei Vermietung

Auch bei der Vermietung über das Erstjahr hinaus schaut das Finanzamt Kosten für Instandhaltung und Modernisierung gerne genauer an, da sich auch hier nachträgliche Anschaffungs- und Herstellungskosten verbergen können, welche die Bemessungsgrundlage für die Abschreibung erhöhen, die sofort abziehbaren Kosten aber minimieren.

 Anteilsveräußerung nach § 17 EStG

Sollten Sie innerhalb der letzten 5 Jahre zu mehr als 1% am Kapital einer Kapitalgesellschaft beteiligt gewesen sein, welche nun veräußert wurde, zieht das Einkünfte aus Gewerbebetrieb nach sich.

Arbeitszimmer

Ein ganz  klassisches Streit- und Prüfthema der Finanzverwaltung sind Kosten für ein Arbeitszimmer. Auf Grund der Vielzahl der Rechtsprechungen in den letzten Jahren ist es für Laien nur noch schwer nachvollziehbar, wann Kosten für ein Arbeitszimmer steuerlich angesetzt werden können und wann nicht. Hier ist auch jeder Fall individuell.

 Betriebsaufspaltung

Bei Führung zweier Unternehmen, die untereinander durch eine Betriebsaufspaltung verflochten sind, qualifizieren sich z.B. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung zu Einkünften aus Gewerbebetrieb um.

 Doppelte Haushaltsführung

Hier stellt das Finanzamt sicherlich auf die Reisekostenreform zum 1.1.2014 ab und prüft, ob auch nach den neuen Voraussetzungen eine doppelte Haushaltsführung vorliegt, die nur dann steuerlich geltend gemacht werden kann.

Einkunftserzielungsabsicht bei der Vermietung und Verpachtung

Sie haben bestimmt schon einmal von der sogenannten Liebhaberei gehört. Diese besagt, dass ständige Verluste bei eigentlichen Einnahmequellen die Einkunftserzielungsabsicht verfehlen und die Kosten somit steuerlich irrelevant werden.

Gewinnermittlung nach Durchschnittssätzen bei Landwirten

Die Durchschnittsbesteuerung nach §24 Umsatzsteuergesetz wird vom Finanzamt weitestgehend auf das Vorliegen der Voraussetzungen für die Inanspruchnahme der Durchschnittsbesteuerung geprüft.

Investitionsabzugsbetrag

Zu den Voraussetzungen zur Inanspruchnahme eines Investitionsabzugsbetrages lesen Sie hier:   http://steuerberatung-drews.de/?p=192

Private Veräußerungsgeschäfte bei Grundstücken

Innerhalb von zehn Jahren gekaufte und wieder verkaufte Grundstücke unterliegen der Einkommenbesteuerung.

Reisekosten bei Arbeitnehmern

Auch hier wird die Erneuerung des Reisekostenrechts zum 1.1.2014 im Fokus der Finanzämter stehen.

Schuldzinsenabzug nach §4 Abs. 4a EStG

Wer seinem Betrieb mehr Mittel entzieht als er einlegt und als Gewinn erwirtschaftet, kann betriebliche Schuldzinsen aufgrund der Abzugsbeschränkung des § 4 Abs. 4a EStG nur beschränkt
steuerlich abziehen.

Umsatzsteuerliche Organschaft

Eine umsatzsteuerliche Organschaft setzt voraus, dass eine juristische Person (z. B. eine GmbH) finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch in ein Unternehmen eingegliedert ist. Es existieren ein Organträger und eine Organgesellschaft. Umsätze zwischen den beiden nennen sich Innenumsätze und lösen keine Umsatzsteuer aus.

 BERATERHINWEIS

Prüfen Sie Ihren Abschluss bzw. Ihre Steuererklärung auf die genannten Sachverhalte und seien Sie vorbereitet auf Nachfragen durch das Finanzamt.

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