Umfang der Befugnis von Hausverwaltern zur Hilfeleistung in Steuersachen

BFH-Urteil vom 10.03.2015, Az: VII R 12/14

§ 4 Nr. 4 StBerG erlaubt nur eine Hilfeleistung in Steuersachen „hinsichtlich des Vermögens“ und der daraus erzielten Einkünfte. Bei einem Hausverwalter umfasst dies nicht die Erstellung oder Abgabe der Erklärung zur gesonderten und einheitlichen Feststellung der Besteuerungsgrundlagen sowie der Umsatzsteuererklärung. Insofern sind nur Vorarbeiten zulässig, die sich auf die Einkünfte bzw. Umsätze aus dem die Hausverwaltung betreffenden Mietwohngrundstück beschränken.

Steuerberatungsgesetz (StBerG)

Grunderwerbsteuer: Einbeziehung der Ausbaukosten in die Bemessungsgrundlage bei Erwerb des Rohbaus

BFH-Urteil vom 03.03.2015, Az: II R 9/14

Wer ein Grundstück kauft und mit dem Verkäufer die Errichtung eines Rohbaus durch ein externes Unternehmen vereinbart, muss dennoch Grunderwerbsteuer auf den Gesamtkaufpreis zahlen und nicht nur für den Kaufpreis des Grundstücks, da die zu erbringenden Leistung dem Erwerber unter Angabe des hierfür aufzuwendenden Entgelts bereits vor Abschluss des Grundstückskaufvertrags konkret angeboten wurde.

Haushaltshilfe!? – Aber bitte nicht schwarz!

Neben dem Job noch Zeit für die Familie zu haben ist oft Luxus. Da denkt man doch mal über eine Haushaltshilfe nach und da kommt auch der Gedanke auf, die Haushaltshilfe schwarz zu beschäftigen, würde Geld sparen. Aber VORSICHT!

Fahnder dürfen zwar nicht ohne Weiteres in Ihre Wohnung, sollte die Schwarzarbeit dennoch auffliegen, drohen Geldbußen bis zu 5000 EUR. Noch dicker kommt es, wenn sich die Haushaltshilfe auf dem „Arbeits“-Weg oder bei der Arbeit selbst verletzen sollte. Dann springt zwar die gesetzliche Unfallversicherung ein, holt sich aber wahrscheinlich alle entstanden Kosten beim „Arbeitgeber“ wieder.

Eine Minijob-Anmeldung ist zudem nicht schwer. Der Haushalts-Scheck ist ein unkompliziertes Formular zur Anmeldung der Haushaltshilfe. Die Minijob-Zentrale berechnet dann die Abgaben und zieht sie ein. Der Arbeitgeber muss dann für Lohnsteuer, Sozialversicherung und Umlagen maximal 14,54 % aufwenden, der Arbeitnehmer noch 13,7 %. Ansonsten gelten auch alle weiteren Bedingungen eines Arbeitsverhältnisses. Es gibt einen Urlaubsanspruch, einen Anspruch auf Lohnfortzahlung bei Krankheit bis zu 6 Wochen, Mutterschutz, Kündigungsfristen und Ähnliches sind einzuhalten.

20% der aufgewendeten Kosten maximal 510 EUR kann der legale Arbeitgeber nun auch in seiner Einkommensteuererklärung als steuerbegünstigte haushaltsnahe Dienstleistung geltend machen. Dieser Betrag wird direkt mit der zu entrichtenden Einkommensteuer verrechnet.

Informieren Sie sich doch bei http://www.minijob-zentrale.de

 

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