Bauleistungen – Unterschied §48b EStG und §13b UStG

Viele Bauleister kennen die alte Bescheinigung nach §48b EStG, welche sie bisher anderen Bauleistern vorlegten, um die erbrachten Leistungen ohne Umsatzsteuer abrechnen zu können.

Grundsätzlich gilt eine Befreiung nach §48b EStG für die sogenannte Bauabzugssteuer. Ohne die Vorlage dieser Bescheinigung muss der Leistungsempfänger 15% des Entgeltes einbehalten und mittels einer Steuererklärung für die Bauabzugssteuer an das zuständige Finanzamt abführen.

Aus Vereinfachungsgründen wurde diese Bescheinigung bisher auch zum Nachweis zwischen zwei Bauleistenden zur Anwendung des §13b UStG verwendet. §13b UStG sagt, dass bei einer Leistung zwischen zwei Bauleistenden der Leistungsempfänger die Umsatzsteuer schuldet. Ist dieser vorsteuerabzugsberechtigt (also z.B. kein Kleinunternehmer) kann er gleichzeitig die Vorsteuer in Höhe der geschuldeten Umsatzsteuer abziehen, wodurch für ihn keine Umsatzsteuerzahllast entsteht.

Mit dem BMF-Schreiben vom 10.12.2013 hat die Finanzverwaltung aber eine separate Bescheinigung zur Anwendung des §13b UStG veröffentlicht. Diese muss vom Steuerpflichtigen beantragt werden und gilt für längstens 3 Jahre (§13b Abs. 5 Satz 2 UStG). Ab dem 1.10.2014 ist eine Anwendung des §13b also nicht mehr mit der bekannten Befreiung nach §48b EStG möglich. Diese wird aber weiterhin benötigt, damit der Leistungsempfänger keine 15% für Bauabzugssteuer einbehalten und abführen muss.

Bitte informieren Sie sich bei Unklarheiten unbedingt bei Ihrem Steuerberater. Wir helfen auch gerne weiter.

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