Verjähringsfrist aus 2013 endet am 31.12.2016

Verjähringsfrist aus 2013 endet am 31.12.2016

Mit Ablauf des 31.12. eines jeden Jahres verjähren alle Zahlungsansprüche des täglichen Geschäftsverkehrs, die der regelmäßigen Verjährungsfrist (3 Jahre) unterliegen. Ende 2016 verjähren demnach die Forderungen, die 2013 entstanden sind. Mahnungen verhindern diese Verjährung nicht. Um die Verjährung zu hemmen, muss ein gerichtlicher Mahnbescheid möglichst noch vor Weihnachten beantragt werden. Gern sind wir Ihnen beim Mahnwesen behilflich. Bitte melden Sie sich zeitnah, sodass keine Fristen verpasst werden.

Auch umgekehrt spielt die Verjährung eine große Rolle. Sollten Sie Rechnungen aus Altjahren noch nicht beglichen haben, weil Sie die Leistung z.B. für nicht berechtigt hielten, verjähren auch die Ansprüche des Leistungserbringers an Sie.

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Abzüge in der Einkommensteuererklärung steuern

Abzüge in der Einkommensteuererklärung steuern

Für die Einkommensteuererklärung gilt grundsätzlich das sogenannte Zufluss-Abfluss-Prinzip. Z.B. für die 20%ige Steuerrückerstattung bei Handwerkerleistungen und haushaltsnahen Dienstleistungen sollten Sie Rechnungen eventuell schon vor Ablauf des Zahlungsziels also noch vor dem 31.12.2016 begleichen, um diese Erstattung in 2016 geltend machen zu können.

Auch bei den Werbungskosten kann sich eine frühe Zahlung lohnen, um in einem Veranlagungszeitraum die Werbungskosten bei Überschreiten des pauschalen Werbungskostenansatzes in Höhe von 1.000 EUR geltend machen zu können.

Beispiel:

A nimmt an einer Fortbildung teil, die ihn im Quartal 500 EUR kostet. Anstatt die 3. Rate erts im Januar 2017 zu bezahlen, könnte A die Zahlung am 20.12.2016 vornehmen, um so in 2016 1.500 EUR in Abzug bringen zu können und im Jahr 2017 trotzdem einen Abzug in Höhe von 1.000 EUR zu haben.

Würde er im Januar zahlen, würden für beide Veranlagungszeiträume jeweils nur 1.000 EUR abzugsfähig sein.

ACHTUNG: A muss mehr als 10 Tage vor Ablauf des Jahres zahlen, da bei wiederkehrenden Zahlungen, Zahlungen bis zu 10 Tage vor Beginn des Veranlagungszeitraumes, diesem jedoch zugeordnet werden! Zudem gilt z.B. für bilanzierende Unternehmer nicht das Zufluss-Abfluss-Prinzip. Gern prüfen wir Ihren Fall. Für eine Beratung kontaktieren Sie uns bitte.

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Gewerbesteuer zerlegen: Betriebsstätten in mehreren Gemeinden

Gewerbesteuer zerlegen: Betriebsstätten in mehreren Gemeinden

Hat ein Handwerksbetrieb in mehreren Gemeinden Büro- oder Werkstatträume, muss er die Gewerbesteuer nicht nur an eine Gemeinde bezahlen, sondern anteilig an die verschiedenen Gemeinden, in denen sich Betriebsstätten befinden. Gewerbesteuerlich muss der Handwerksbetrieb hier eine Gewerbesteuerzerlegung durchführen. Dabei gelten jedoch einige Besonderheiten.

Die Arbeitslöhne, die in den betreffenden Betriebsstätten in verschiedenen Gemeinden angefallen sind, sind der Maßstab für die Gewerbesteuerzerlegung. Bei der Ermittlung der jeweiligen Arbeitslöhne je Betriebsstätte gelten folgende Besonderheiten:

  • Die Arbeitslöhne je Betriebsstätte sind auf 1.000 Euro abzurunden.
  • Bei Einzelunternehmern oder Personengesellschaften sind für die im Betrieb tätigen Unternehmer (Mitunternehmer) insgesamt 25.000 Euro Arbeitslohn anzusetzen. Waren die Unternehmer für mehrere Betriebsstätten tätig, sind diese 25.000 Euro aufzuteilen und auf die jeweiligen Betriebsstätten aufzuteilen.
  • Für jeden Arbeitnehmer darf ein maximaler Arbeitslohn von 50.000 Euro berücksichtigt werden. Konkret: Arbeitnehmer Huber verdient in Betriebsstätte A 80.000 Euro. Für die Gewerbesteuerzerlegung ist nur ein Gehalt von 50.000 Euro zu erfassen.
  • Das Gehalt von Auszubildenden ist nicht in die Arbeitslöhne für Zerlegungszwecke einzubeziehen.
  •  Einmalige gewinnabhängige Vergütungen wie Tantiemen und Gratifikationen bleiben bei der Ermittlung der Arbeitslöhne für die Gewerbesteuerzerlegung außer Betracht.

Quelle: deutsche-handwerks-zeitung.de

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Der Mindestlohn

Der Mindestlohn

Immer wieder erhalten wir Fragen zum Mindestlohn und auch zur Aufzeichnung der Arbeitsstunden.

Wir möchten alle Interessierten auf die Internetseite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales hinweisen und vor allem auch auf die hier angebotene App zur Stundenerfassung der Arbeitnehmer.

Bundesministerium für Arbeit und Soziales – Mindestlohn

 

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Jetzt noch handeln! – Widerruf bei Keditverträgen

Jetzt noch handeln! – Widerruf bei Keditverträgen

An dieser Stelle möchten wir Sie auf eine gravierende Gesetzesänderung im Bereich der Immobilienfinanzierungen hinweisen, die in Kürze für Sie den Verlust von Erstattungsansprüchen im fünfstelligen Bereich nach sich ziehen könnte.

Zahlreiche Banken haben in der Vergangenheit gegen Verbraucherrechte verstoßen, indem sie ihre Kunden falsch über das Widerrufsrecht belehrt haben. Der Bundesgerichtshof hat deshalb in Präzedenzurteilen entschieden, dass betroffenen Verbrauchern gegen ihre Bank ein erheblicher Rückzahlungsanspruch zustehen kann.

Nur noch bis zum 21. Juni 2016 können Immobilienkredite, die zwischen dem 2. November 2002 und dem 10. Juni 2010 abgeschlossen wurden, widerrufen werden, wenn die im Vertrag enthaltene Widerrufsbelehrung fehlerhaft ist. Dies ist nach einer Erhebung der Verbraucherzentrale bei etwa 80 % der in diesem Zeitraum abgeschlossenen Kreditverträge der Fall.

Typische Fehler der Banken liegen in Formulierungen wie: „Die Frist beginnt frühestens mit Erhalt dieser Belehrung“ oder „die Frist beginnt mit Eingang des von Ihnen unterzeichneten Darlehensvertrages bei der Bank“.

Betroffen sind auch bereits abgelöste oder umgeschuldete Verträge.

Häufig sind Immobilienfinanzierungen der ING DiBa, der DKB, der BHW, der DSL betroffen, aber auch verschiedener anderer Banken, Bausparkassen, Sparkassen und Genossenschaftsbanken wie Volksbank oder Sparda-Bank.

Nach allgemeinen Erfahrungen kann z.B. eine Immobilienfinanzierung von 150.000 €, die bis zur Umschuldung oder Ablöse zehn Jahre lang mit 4,8 % Nominalzins und 1 % Tilgung gelaufen ist, einen Erstattungsanspruch von mehr als 12.000 € auslösen.

Aber auch die Möglichkeit, jetzt vorzeitig und ohne Vorfälligkeitsentschädigung umzuschulden und schon lange vor Ende der ursprünglichen Zinsbindung in den Genuss der historisch niedrigen Zinsen zukommen, kann einen Widerruf finanziell sehr attraktiv machen.

Hier ist jedoch sehr große Eile geboten, da vor dem 21. Juni 2016 auch Gewissheit darüber bestehen muss, dass eine Anschlussfinanzierung gelingt.

Nach dem 10. Juni 2010 geschlossene Verträge weisen dagegen nur noch eine geringe Fehlerquote auf.

Wir und unsere Partner bieten die Möglichkeit einer Ersteinschätzung dahingehend, ob ein Widerruf denkbar ist.

Für eine Ersteinschätzung erreichen Sie uns telefonisch unter 034291 34 80 17 oder per E-Mail unter info@steuerberatung-drews.de. Gern stellen wir auch den Kontakt zu unseren Spezialisten her. Wenn Sie unsicher sind, handeln Sie bitte unverzüglich!

Gerne stehen wir Ihnen auch in anderen rechtliche und steuerliche Fragen zur Verfügung.

Sollten sich Fragen Ihrerseits ergeben, zögern Sie bitte nicht, uns wie gewohnt telefonisch oder per E-Mail zu kontaktieren.

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Wissenssammlung zu den GoBD

Wissenssammlung zu den GoBD

Auf der Homepage Verband elektronische Rechnung finden Sie viele Informationen unter anderem zum Thema Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung.

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Änderungen beim Kindergeld zum 1.1.2016

Änderungen beim Kindergeld zum 1.1.2016

Derzeit sind viele Eltern verunsichert, ob sie ab dem 1.1.2016 noch weiterhin Kindergeld ausgezahlt bekommen. In vielen Meldungen heißt es, dass man nun unaufgefordert die Steuer-Identifikationsnummern seiner Kinder an die Kindergeldstelle melden soll, da die Auszahlung ansonsten gestoppt wird.

Doch warum wird vom zuständigen Amt niemand direkt informiert? Sollen wir alle absichtlich kein Kindergeld mehr bekommen?

Nein. Dem ist natürlich nicht so. Am 5.6.2015 veröffentlichte das Bundeszentralamt für Steuern ein Schreiben zum sog. IdNr-Kontrollverfahren Kindergeld. Hier wird unter anderem darauf hingewiesen, dass die Familienkassen dafür zuständig sind, die fehlenden Identifikationsnummern zu ergänzen. Sie haben „zur Vorbereitung auf die Umsetzung der Gesetzesänderung“ „jede Gelegenheit zu nutzen, fehlende IdNrn bei den Berechtigten anzufordern.“

In neueren Fällen musste ohnehin die Identifikationsnummer bereits im Antrag auf Kindergeld mit angegeben werden. Aus diesem Grund erfahren die Berechtigten im Zweifel nichts vom neuen Kontrollverfahren.

Bei Fragen dürfen Sie sich gern an den Steuerberater Ihres Vertrauens Sebastian Drews aus Panitzsch wenden.

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Voraussetzungen für den Vorsteuerabzug

Voraussetzungen für den Vorsteuerabzug

Als Unternehmer im Sinne des Umsatzsteuergesetzes gilt, wer eine gewerbliche oder berufliche Tätigkeit selbständig ausübt. Des Weiteren ist Unternehmer jedes selbständig tätige Wirtschaftsgebilde, das nachhaltig Leistungen gegen Entgelt ausführt.

Der Unternehmer hat vierteljährlich bis zum 10. Tag des Folgemonats eines Voranmeldezeitraumes eine Umsatzsteuer-Voranmeldung abzugeben, in der er seine getätigten Umsätze meldet und versteuert. Es gibt die sogenannte Soll- und die sog. Ist-versteuerung (auf Antrag wenn Umsätze unter 500.000 EUR). Bei der Sollversteuerung wird bereits jeder Umsatz versteuert, sobald eine Leistung erbracht oder eine Rechnung geschrieben ist. Bei der Ist-versteuerung muss die Umsatzsteuer erst mit Erhalt der Zahlung über diesen Umsatz abgeführt werden. Liegt die Umsatzsteuerzahllast für ein Jahr über 7.500 EUR ist der Voranmeldezeitraum der Kalendermonat. Bei weniger als 1.000 EUR kann das Finanzamt den Unternehmer von der Abgabe der Voranmeldungen befreien, sodass nur eine Jahresmeldung einzureichen ist.

Bei Umsätzen unter 17.500 EUR im Kalenderjahr kann die Kleinunternehmerregelung angewandt werden, wodurch keine Umsatzsteuer abzuführen ist. ACHTUNG!: Eine Umsatzsteuer-Jahreserklärung ist trotzdem einzureichen.

Der Unternehmer hat jedoch nicht nur Umsatzsteuer auf seine Umsätze abzuführen, sondern kann die bezahlte Umsatzsteuer (Vorsteuer) aus Eingangsrechnungen davon abziehen und die Zahllast an das Finanzamt so minimieren. Beispiel: Unternehmer U hat im Monat Mai für 5.000 EUR Leistungen erbracht. Diese muss er nun in unserem Fall mit 19% versteuern. Somit muss er 950 EUR Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen. Er hat aber auch Waren im Wert von 3.000 EUR gekauft. Die darauf gezahlte Vorsteuer i.H.v. 570 EUR darf er nun von den 950 EUR abziehen und hat somit eine Zahllast von 380 EUR an das Finanzamt.

Folgende Voraussetzungen müssen jedoch für den Vorsteuerabzug erfüllt sein:

Der Unternehmer ist kein Kleinunternehmer und führt keine steuerfreien Umsätze, die den Vorsteuerabzug ausschließen, aus.

Der Unternehmer besitzt eine nach dem Umsatzsteuergesetz korrekte Rechnung.

Eine nach dem Umsatzsteuergesetz korrekte Rechnung (über 150 EUR brutto) enthält folgende Angaben (Auszug aus dem Umsatzsteuergesetz nicht abschließend aufgeführt):

  1. den vollständigen Namen und die vollständige Anschrift des leistenden Unternehmers und des Leistungsempfängers
  2. die dem leistenden Unternehmer vom Finanzamt erteilte Steuernummer oder die ihm vom Bundeszentralamt für Steuern erteilte Umsatzsteuer-Identifikationsnummer
  3. das Ausstellungsdatum
  4. eine fortlaufende … Rechnungsnummer
  5. die Menge und die Art der gelieferten Gegenstände oder den Umfang und die Art der sonstigen Leistung
  6. den Zeitpunkt der Lieferung oder sonstigen Leistung …
  7. das nach Steuersätzen und einzelnen Steuerbefreiungen aufgeschlüsselte Entgelt …
  8. den anzuwendenden Steuersatz sowie den auf das Entgelt entfallenden Steuerbetrag …
  9. in den Fällen des § 14b Abs. 1 Satz 5 einen Hinweis auf die Aufbewahrungspflicht des Leistungsempfängers
  10. in den Fällen der Ausstellung der Rechnung durch den Leistungsempfänger oder durch einen von ihm beauftragten Dritten gemäß Absatz 2 Satz 2 die Angabe „Gutschrift“

Bei sogenannten Kleinbetragsrechnungen unter einem Gesamtbetrag von 150 EUR genügen folgende Angaben:

  1. der vollständige Name und die vollständige Anschrift des leistenden Unternehmers
  2. das Ausstellungsdatum
  3. die Menge und die Art der gelieferten Gegenstände oder den Umfang und die Art der sonstigen Leistung und
  4. das Entgelt und den darauf entfallenden Steuerbetrag für die Lieferung oder sonstige Leistung in einer Summe sowie den anzuwendenden Steuersatz

Nun ist es manchmal nicht so einfach zu erkennen, ob z.B. die Angabe des Leistungsempfängers korrekt ist. Ein sehr aktuelles Urteil des BFH sagt, dass unter der angegebenen Adresse auch wirtschaftliche Aktivitäten zu verzeichnen sein müssen und nicht nur eine postalisch Erreichbarkeit darstellt. Das könnte bedeuten, dass Postfachadressen in Zukunft nicht mehr zum Vorsteuerabzug genügen. Und solange keine korrekte Rechnung vorliegt, darf die Vorsteuer auch nicht geltend gemacht werden.

Ein guter Steuerberater kontrolliert die Rechnungen seiner Mandanten stetig und weist auf Unstimmigkeiten hin. Wir helfen Ihnen auch gerne weiter, falls Sie Fragen zu diesem oder einem anderen Thema haben. Ihr Steuerberater Drews in Panitzsch.

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Neues zur Umsatzsteuer bei Bauleistungen an Bauträger

Neues zur Umsatzsteuer bei Bauleistungen an Bauträger

Am 15. Juni schrieben wir über die derzeitige Sachlage zur Umsatzbesteuerung bei Bauleistungen an Bauträger. Das FG Brandenburg hielt die Aushebelung des Vertrauensschutzes für verfassungswidrig.

http://steuerberatung-drews.de/?p=439

Das FG Köln (wie auch schon in einem anderen Fall das FG Düsseldorf ) lehnte nun in einem solchen Fall den vorläufigen Rechtsschutz für einen Bauleister ab.

Das FG Berlin-Brandenburg und das FG Münster erteilten vorläufigen Rechtsschutz in ähnlichen Fällen.

Derzeit gibt es also keine klare Verwaltungsauffassung, sodass jeder Fall für sich entschieden werden sollte.

Ein kompetenter Steuerberater kann hier beraten und vor Gericht vertreten.

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Flüchtlingshilfe steuerlich begünstigt!

Flüchtlingshilfe steuerlich begünstigt!

Wir danken allen Menschen, die in diesen Tagen so zahlreich Organisationen zur Flüchtlingshilfe in ihrer Freizeit unterstützen und natürlich allen, die sich finanziell an den zu bewältigenden Aufgaben beteiligen.

Zur Förderung und Unterstützung dieses gesamtgesellschaftlichen Engagements bei der Hilfe für Flüchtlinge werden im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der Länder die nachfolgenden Verwaltungsregelungen getroffen. (BMF 22.09.2015 -IV C 4-S 2223/07/0015 :015)

I. Spenden

Für den steuerlichen Ansatz von Spenden muss im Normalfall eine Zuwendungsbestätigung beim Finanzamt eingereicht werden. Hier gibt es aber eine Vereinfachungsregelung bei Spenden bis 200 EUR. Der Steuerpflichtige muss lediglich einen Kontoauszug mit der jeweiligen Überweisung einreichen § 50 Abs. 2 Nr. 2 EStDV.

In diesen Tagen der hohen Spendenbereitschaft an Organisationen der Flüchtlingshilfe gilt diese Vereinfachungsregelung für alle Spenden an die im BMF-Schreiben definierten Organisationen.

II. Spendenaktionen von gemeinnützigen Körperschaften

Ruft ihr sonst nicht steuerbegünstigter Sportverein oder Kleingartenverein in diesen Tagen zu Sonderaktionen auf, sind auch diese Geldzuwendungen im Gegensatz zu Mitgliedsbeiträgen und Spenden für den Verein selbst begünstigt. Hierfür muss der Verein jedoch eine Zuwendungsbestätigung mit einem Vermerk zur Sonderaktion ausstellen und der Verein muss dem Finanzamt nachweisen, dass diese Gelder an Organisationen der Flüchtlingshilfe oder eine inländische öffentliche Dienststelle zur Förderung der Hilfe von Flüchtlingen weitergeleitet werden.

III. Maßnahmen steuerbegünstigter Körperschaften zur Flüchtlingshilfe

Für die Steuerbegünstigung einer Körperschaft ist es in diesen Tagen unschädlich, dass keine Satzungsänderung vorgenommen wird, um Spendengelder zur Flüchtlingshilfe hierfür zu verwenden.

IV.  Steuerliche Behandlung von Spenden aus dem Betriebsvermögen

Bei Zuwendungen als Sponsoring-Maßnahme ist der Betriebsausgabenabzug zuzulassen. Sponsoring ist gegeben, wenn der Sponsor hierfür wirtschaftliche Vorteile, die in der Sicherung oder Erhöhung seines unternehmerischen Ansehens liegen können, für sein Unternehmen erstrebt. Diese wirtschaftlichen Vorteile sind u. a. dadurch erreichbar, dass der Sponsor öffentlichkeitswirksam (z. B. durch Berichterstattung in Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen usw.) auf seine Leistungen aufmerksam macht.

V. Lohnsteuer

Verzichtet ein Arbeitnehmer als Spende in diesen Tagen auf Teile seines Arbeitslohns, bleiben diese Lohnteile bei der Feststellung des steuerpflichtigen Arbeitslohns außer Ansatz, wenn der Arbeitgeber die Verwendungsauflage erfüllt und dies dokumentiert. Ein Spendenabzug (siehe I.) ist dann aber nicht mehr möglich.

 

Dies ist ein Auszug des BMF-Schreibens. Für nähere Informationen lesen Sie bitte BMF 22.09.2015 -IV C 4-S 2223/07/0015 :015 oder kontaktieren Sie Ihren Steuerberater.

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