Künstlersozialabgabe auch für selbstständige Gesellschafter

Künstlersozialabgabe auch für selbstständige Gesellschafter

Gesellschaften (GmbH, UG, OHG etc.) im Bereich Werbung, Verlagswesen, Web-Design und Fotografen etc. müssen die so genannte Künstlersozialabgabe für ihre selbstständigen Gesellschafter entrichten.

Aufgrund des politischen Drucks prüft die DRV diesen Bereich verstärkt.

Selbstständige Künstler/Publizisten sind nach § 2 KSVG grds. pflichtversichert und müssen selbst einen hälftigen Beitrag zur KV, PV und RV entrichten. Die Beschäftigung von mehr als einen Mitarbeiter wäre die Lösung, denn die eigene Versicherungspflicht würde entfallen (§ 1 Nr. 2 KSVG). Bei juristischen Personen wie der GmbH ist dies jedoch ein teurer Trugschluss. Denn in diesem Falle ist die GmbH der Arbeitgeber (BSG, Urteil v. 13.03.2001, B 3 KR 12/00 R).

 

 

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Finanzämter Borna und Grimma werden eins

Finanzämter Borna und Grimma werden eins

Zum 26.06.2016 wechseln die bisherigen Aufgaben und Zuständigkeiten des Finanzamts Borna an das Finanzamt Grimma. Ab diesem Tag ist das Finanzamt Grimma am Standort Lausicker Str. 2 für die steuerlichen Angelegenheiten der Einwohner und Unternehmen des Landkreises Leipzig zuständig. Steuerpflichtige, die bisher beim Finanzamt Borna geführt wurden, erhalten im Juni 2016 eine Mitteilung zu ihrer neuen Steuernummer.

Denken Sie also gerade in Bezug auf die Verpflichtung zur Nennung der Steuernummer in Rechnungen gemäß § 14 (4) Nr. 2 UStG an die Änderung Ihrer Briefbögen!

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Was in 2016 wichtig ist!

Was in 2016 wichtig ist!

Wichtig: Ohne die Steuer-Identifikationsnummer geht 2016 fast nichts mehr. Der BdSt erklärt, was sich ändert.

  • Familien: Das Kindergeld wird um zwei Euro pro Monat erhöht. Es beträgt für das erste und zweite Kind monatlich jeweils 190 Euro, für das dritte Kind 196 Euro und für das vierte und jedes weitere Kind jeweils 221 Euro. Ab dem Jahr 2016 wird das Kindergeld grundsätzlich nur ausgezahlt, wenn die Steuer-Identifikationsnummer (ID) des Kindes und des entsprechenden Elternteils vorliegt. Auch der Kinderfreibetrag – mit dem das Existenzminimum der Kinder steuerfrei gestellt werden soll – steigt um 48 Euro auf dann 2.304 Euro.
  • Grundfreibetrag: Der Grundfreibetrag im Einkommensteuerrecht steigt um 180 Euro. Damit wird bei einem Ledigen künftig erst bei einem zu einem versteuernden Einkommen von über 8.652 Euro Einkommensteuer fällig. Bei verheirateten Paaren verdoppelt sich der Betrag.
  • Unterhalt: Auch Unterhaltszahlungen an Familienangehörige können künftig bis zu einem Betrag von 8.652 Euro als außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden, wenn der Unterhaltsempfänger über kein nennenswertes eigenes Vermögen verfügt. Unterhaltszahlungen an den geschiedenen Ehepartner sind weiterhin in Höhe von 13.805 Euro als Sonderausgabe absetzbar, vorausgesetzt, es liegt ein gemeinsamer Antrag der (Ex-)Partner vor. Auch hier gilt jeweils: Die Steuer-ID des Unterhaltsempfängers muss in der Steuererklärung angegeben werden.
  • Sparer: Freistellungaufträge bei Banken und Sparkassen verlieren ab dem Jahr 2016 ihre Gültigkeit, wenn die Steuer-ID des Sparers nicht vorliegt.
  • Unternehmer: Unternehmer, deren Gewinn im Jahr nicht mehr als 60.000 Euro beträgt und die einen Umsatz von maximal 600.000 Euro erzielen, sind künftig von der Buchführung befreit. Die Gewinngrenze zur Führung von Büchern lag bisher bei 50.000 Euro Gewinn und 500.000 Euro Umsatz. Für die Praxis bedeutet dies, dass kleinere Gewerbetreibende aus der Buchführungspflicht herausfallen und auf eine Einnahmen-Überschussrechnung umstellen können. Ausnahme: Es besteht bereits aus anderen Gründen eine Buchführungspflicht beispielsweise bei GmbHs.
  • Rechengrößen in der Sozialversicherung: Die Beitragsbemessungsgrenzen in der Renten- und Arbeitslosenversicherung steigen auf 74.400 Euro (West) bzw. 64.800 (Ost). In der Kranken- und Pflegeversicherung steigt die bundeseinheitliche Bemessungsgrenze auf 50.850 Euro. Die Versicherungspflichtgrenze in der Kranken- und Pflegeversicherung wird auf 56.250 Euro angehoben. Die Beiträge zur Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung bleiben stabil. Allerdings werden einige Krankenkassen wahrscheinlich höhere Zusatzbeiträge verlangen.
  • Reform der Erbschaftsteuer: Zwischen Bundestag und Bundesrat gibt es derzeit noch erhebliche Differenzen über die Ausgestaltung der neuen Regelungen. Die bereits für Januar 2016 geplante Reform des Erbschaft- und Schenkungsteuerrechts wird womöglich erst später kommen. Betroffen sind die Vorschriften zur steuerbegünstigten Übertragung von Betriebsvermögen.

Quelle: BdSt, Pressemitteilung v. 30.12.2015

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Besteuerungsverfahren soll vereinfacht werden

Besteuerungsverfahren soll vereinfacht werden

Am 9.12.2015 veröffentlichte die Bundesregierung den Gesetzentwurf zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens.

Im Wesentlichen soll es folgende Veränderungen geben:

 

  1. Steigerung von Wirtschaftlichkeit und Effizienz durch einen verstärkten Einsatz der Informationstechnologie und einen zielgenaueren Ressourceneinsatz
  2. Vereinfachte und erleichterte Handhabbarkeit des Besteuerungsverfahrens durch mehr Serviceorientierung und nutzerfreundlichere Prozesse
  3. Neugestaltung der rechtlichen Grundlagen, insbesondere der Abgabenordnung (AO) im Hinblick auf die sich stellenden Herausforderungen und die dafür vorgesehenen Lösungsansätze.

 

Unter anderem soll nun geregelt werden, dass künftig Steuerbescheide auch elektronisch übermittelt bzw. bereitgestellt werden können.

 

Des Weiteren wird das Finanzamt in Zukunft ausdrücklich dazu verpflichtet Bevollmächtigte die geschäftsmäßig Hilfe in Steuersachen leisten, ohne dazu befugt zu sein, zurückzuweisen. Dies ist ganz besonders wichtig für Steuerpflichtige wie Gewerbetreibende, die womöglich nicht erkennen konnten, dass der Hilfeleistende keine Person des § 3 Steuerberatungsgesetzes ist.

 

Auch die Verlängerung der Abgabefrist von Steuererklärungen durch Steuerberater bis zum 28.2. des zweiten auf den Besteuerungszeitraum folgenden Kalenderjahres ist zu begrüßen. Oftmals wurden vor dem 31.12. noch viele Fristverlängerungsanträge an die Finanzämter versandt. Dieser Papierwust soll nun entfallen. Künftig sollen dafür aber sofort mit verspäteter Abgabe der Steuererklärungen Verspätungszuschläge festgesetzt werden. Diese werden nun klar definiert und betragen dann 0,25% mindestens 50 EUR für jeden angefangenen Kalendermonat der Verspätung.

 

Ziel der gesamten Gesetzesänderungen sollen Digitalisierung/Technisierung, Internationalisierung/Globalisierung und Effizienzverbesserungen bei den Finanzbehörden sein.

 

Es bleibt abzuwarten, welche Änderungen sich am Ende durchsetzen. Grundsätzlich dürfte eine Digitalisierung jedoch zu begrüßen sein.

 

Gern unterstützen wir Sie bei der Digitalisierung auch in Ihrem Unternehmen. Durch DATEV-Unternehmen Online wird Ihre Buchhaltung revisionssicher auch im digitalen Zeitalter und auch bei Außenprüfungen wird es kein lästiges Kistenschleppen mehr geben. Rufen Sie uns an oder schreiben uns eine E-Mail, wir beraten Sie gern.

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Die neuen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung – Ab 1.1.2016 wird es ernst!

Die neuen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung – Ab 1.1.2016 wird es ernst!

Am 14.11.2014 (Link zum BMF-Schreiben) hat das Bundesministerium für Finanzen ein 37 Seiten langes Schreiben zur Anwendung der neuen GoBD – Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff – veröffentlicht und damit viele neue Fragen aufgeworfen (Kurzfassung des Schreibens). Die GoBD lösen nun die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ab.

Grundsätzlich ist allein der Steuerpflichtige für die Ordnungsmäßigkeit elektronischer Bücher zuständig. Dies gilt auch bei einer teilweisen oder vollständigen organisatorischen und technischen Auslagerung von Buchführungs- und Aufzeichnungsaufgaben auf Dritte (z. B. Steuerberater oder Rechenzentrum).

Die Ordnungsmäßigkeit elektronischer Bücher und sonst erforderlicher elektronischer Aufzeichnungen ist nach den gleichen Prinzipien zu beurteilen wie die Ordnungsmäßigkeit bei manuell erstellten Büchern oder Aufzeichnungen.

Egal in welcher Form, bei der Führung von Büchern sind folgende Anforderungen zu beachten:

• Grundsatz der Nachvollziehbarkeit und Nachprüfbarkeit,
• Grundsätze der Wahrheit, Klarheit und fortlaufenden Aufzeichnung
• Vollständigkeit
• Richtigkeit
• zeitgerechte Buchungen und Aufzeichnungen
• Ordnung
• Unveränderbarkeit

Jeder Geschäftsvorfall ist zeitnah, d.h. möglichst unmittelbar nach seiner Entstehung in einer Grundaufzeichnung oder in einem Grundbuch zu erfassen. Eine Erfassung von unbaren Geschäftsvorfällen innerhalb von zehn Tagen ist unbedenklich. Kasseneinnahmen und Kassenausgaben sollen nach §146 Absatz 1 Satz 2 AO täglich festgehalten werden. Nach den GoB müssen die Geschäftsvorfälle grundsätzlich laufend gebucht werden (Journal). Es widerspricht dem Wesen der kaufmännischen Buchführung, sich zunächst auf die Sammlung von Belegen zu beschränken und nach Ablauf einer langen Zeit auf Grund dieser Belege die Geschäftsvorfälle in Grundaufzeichnungen oder Grundbüchern einzutragen.

Bei zeitlichen Abständen zwischen Erfassung und Buchung, die über den Ablauf des folgenden Monats hinausgehen, sind die Ordnungsmäßigkeitsanforderungen nur dann erfüllt, wenn die Geschäftsvorfälle vorher fortlaufend richtig und vollständig in Grund(buch)aufzeichnungen oder Grundbüchern festgehalten werden.

Folgende Fragen könnten nun bei Ihnen aufkommen:

• Was bedeutet die Acht- bzw. Zehn-Tage-Frist zu Erfassung von Geschäftsvorfällen?
• Darf ich keine Belege und Unterlagen mehr im Microsoft Word-/Excel-Format erstellen oder aufbewahren?
• Kann ich die Papierbelege nach dem Scannen vernichten (Ersetzendes Scannen)?
• Sind Monats-, Quartals und Jahresbuchführungen nicht mehr erlaubt?
• Was ist eine geordnete Belegablage?

Hinweis: Zu den GoBD sollte bei Nutzung verschiedener Software, wie Warenwirtschaftssysteme beim Unternehmen und gleichzeitig Buchführungsprogramme beim Steuerberater, eine Verfahrensdokumentation erstellt werden. Im Erlass zu den GoBD hält die Finanzverwaltung fest, dass eine Nichtnachvollziehbarkeit oder Nichtnachprüfbarkeit der Verfahrensdokumentation einen formellen Mangel darstellt und somit zur Verwerfung der Buchführung führen kann. Deshalb muss diese zwingend zusammen mit dem Steuerberater erstellt werden, da alle Prozesse in denen Belege verändert werden könnten in der Verfahrensdokumentation berücksichtigt werden müssen.

Wir beraten Sie gern zu diesem und auch anderen Themen (z.B. Umstellung auf eine digitale Dokumentenablage) und erstellen auch gern mit Ihnen die geforderte Verfahrensdokumentation zur Beleg- und Dokumentenablage in Ihrem Unternehmen.

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Wissenssammlung zu den GoBD

Wissenssammlung zu den GoBD

Auf der Homepage Verband elektronische Rechnung finden Sie viele Informationen unter anderem zum Thema Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung.

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Änderungen beim Kindergeld zum 1.1.2016

Änderungen beim Kindergeld zum 1.1.2016

Derzeit sind viele Eltern verunsichert, ob sie ab dem 1.1.2016 noch weiterhin Kindergeld ausgezahlt bekommen. In vielen Meldungen heißt es, dass man nun unaufgefordert die Steuer-Identifikationsnummern seiner Kinder an die Kindergeldstelle melden soll, da die Auszahlung ansonsten gestoppt wird.

Doch warum wird vom zuständigen Amt niemand direkt informiert? Sollen wir alle absichtlich kein Kindergeld mehr bekommen?

Nein. Dem ist natürlich nicht so. Am 5.6.2015 veröffentlichte das Bundeszentralamt für Steuern ein Schreiben zum sog. IdNr-Kontrollverfahren Kindergeld. Hier wird unter anderem darauf hingewiesen, dass die Familienkassen dafür zuständig sind, die fehlenden Identifikationsnummern zu ergänzen. Sie haben „zur Vorbereitung auf die Umsetzung der Gesetzesänderung“ „jede Gelegenheit zu nutzen, fehlende IdNrn bei den Berechtigten anzufordern.“

In neueren Fällen musste ohnehin die Identifikationsnummer bereits im Antrag auf Kindergeld mit angegeben werden. Aus diesem Grund erfahren die Berechtigten im Zweifel nichts vom neuen Kontrollverfahren.

Bei Fragen dürfen Sie sich gern an den Steuerberater Ihres Vertrauens Sebastian Drews aus Panitzsch wenden.

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Voraussetzungen für den Vorsteuerabzug

Voraussetzungen für den Vorsteuerabzug

Als Unternehmer im Sinne des Umsatzsteuergesetzes gilt, wer eine gewerbliche oder berufliche Tätigkeit selbständig ausübt. Des Weiteren ist Unternehmer jedes selbständig tätige Wirtschaftsgebilde, das nachhaltig Leistungen gegen Entgelt ausführt.

Der Unternehmer hat vierteljährlich bis zum 10. Tag des Folgemonats eines Voranmeldezeitraumes eine Umsatzsteuer-Voranmeldung abzugeben, in der er seine getätigten Umsätze meldet und versteuert. Es gibt die sogenannte Soll- und die sog. Ist-versteuerung (auf Antrag wenn Umsätze unter 500.000 EUR). Bei der Sollversteuerung wird bereits jeder Umsatz versteuert, sobald eine Leistung erbracht oder eine Rechnung geschrieben ist. Bei der Ist-versteuerung muss die Umsatzsteuer erst mit Erhalt der Zahlung über diesen Umsatz abgeführt werden. Liegt die Umsatzsteuerzahllast für ein Jahr über 7.500 EUR ist der Voranmeldezeitraum der Kalendermonat. Bei weniger als 1.000 EUR kann das Finanzamt den Unternehmer von der Abgabe der Voranmeldungen befreien, sodass nur eine Jahresmeldung einzureichen ist.

Bei Umsätzen unter 17.500 EUR im Kalenderjahr kann die Kleinunternehmerregelung angewandt werden, wodurch keine Umsatzsteuer abzuführen ist. ACHTUNG!: Eine Umsatzsteuer-Jahreserklärung ist trotzdem einzureichen.

Der Unternehmer hat jedoch nicht nur Umsatzsteuer auf seine Umsätze abzuführen, sondern kann die bezahlte Umsatzsteuer (Vorsteuer) aus Eingangsrechnungen davon abziehen und die Zahllast an das Finanzamt so minimieren. Beispiel: Unternehmer U hat im Monat Mai für 5.000 EUR Leistungen erbracht. Diese muss er nun in unserem Fall mit 19% versteuern. Somit muss er 950 EUR Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen. Er hat aber auch Waren im Wert von 3.000 EUR gekauft. Die darauf gezahlte Vorsteuer i.H.v. 570 EUR darf er nun von den 950 EUR abziehen und hat somit eine Zahllast von 380 EUR an das Finanzamt.

Folgende Voraussetzungen müssen jedoch für den Vorsteuerabzug erfüllt sein:

Der Unternehmer ist kein Kleinunternehmer und führt keine steuerfreien Umsätze, die den Vorsteuerabzug ausschließen, aus.

Der Unternehmer besitzt eine nach dem Umsatzsteuergesetz korrekte Rechnung.

Eine nach dem Umsatzsteuergesetz korrekte Rechnung (über 150 EUR brutto) enthält folgende Angaben (Auszug aus dem Umsatzsteuergesetz nicht abschließend aufgeführt):

  1. den vollständigen Namen und die vollständige Anschrift des leistenden Unternehmers und des Leistungsempfängers
  2. die dem leistenden Unternehmer vom Finanzamt erteilte Steuernummer oder die ihm vom Bundeszentralamt für Steuern erteilte Umsatzsteuer-Identifikationsnummer
  3. das Ausstellungsdatum
  4. eine fortlaufende … Rechnungsnummer
  5. die Menge und die Art der gelieferten Gegenstände oder den Umfang und die Art der sonstigen Leistung
  6. den Zeitpunkt der Lieferung oder sonstigen Leistung …
  7. das nach Steuersätzen und einzelnen Steuerbefreiungen aufgeschlüsselte Entgelt …
  8. den anzuwendenden Steuersatz sowie den auf das Entgelt entfallenden Steuerbetrag …
  9. in den Fällen des § 14b Abs. 1 Satz 5 einen Hinweis auf die Aufbewahrungspflicht des Leistungsempfängers
  10. in den Fällen der Ausstellung der Rechnung durch den Leistungsempfänger oder durch einen von ihm beauftragten Dritten gemäß Absatz 2 Satz 2 die Angabe „Gutschrift“

Bei sogenannten Kleinbetragsrechnungen unter einem Gesamtbetrag von 150 EUR genügen folgende Angaben:

  1. der vollständige Name und die vollständige Anschrift des leistenden Unternehmers
  2. das Ausstellungsdatum
  3. die Menge und die Art der gelieferten Gegenstände oder den Umfang und die Art der sonstigen Leistung und
  4. das Entgelt und den darauf entfallenden Steuerbetrag für die Lieferung oder sonstige Leistung in einer Summe sowie den anzuwendenden Steuersatz

Nun ist es manchmal nicht so einfach zu erkennen, ob z.B. die Angabe des Leistungsempfängers korrekt ist. Ein sehr aktuelles Urteil des BFH sagt, dass unter der angegebenen Adresse auch wirtschaftliche Aktivitäten zu verzeichnen sein müssen und nicht nur eine postalisch Erreichbarkeit darstellt. Das könnte bedeuten, dass Postfachadressen in Zukunft nicht mehr zum Vorsteuerabzug genügen. Und solange keine korrekte Rechnung vorliegt, darf die Vorsteuer auch nicht geltend gemacht werden.

Ein guter Steuerberater kontrolliert die Rechnungen seiner Mandanten stetig und weist auf Unstimmigkeiten hin. Wir helfen Ihnen auch gerne weiter, falls Sie Fragen zu diesem oder einem anderen Thema haben. Ihr Steuerberater Drews in Panitzsch.

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Neues zur Umsatzsteuer bei Bauleistungen an Bauträger

Neues zur Umsatzsteuer bei Bauleistungen an Bauträger

Am 15. Juni schrieben wir über die derzeitige Sachlage zur Umsatzbesteuerung bei Bauleistungen an Bauträger. Das FG Brandenburg hielt die Aushebelung des Vertrauensschutzes für verfassungswidrig.

http://steuerberatung-drews.de/?p=439

Das FG Köln (wie auch schon in einem anderen Fall das FG Düsseldorf ) lehnte nun in einem solchen Fall den vorläufigen Rechtsschutz für einen Bauleister ab.

Das FG Berlin-Brandenburg und das FG Münster erteilten vorläufigen Rechtsschutz in ähnlichen Fällen.

Derzeit gibt es also keine klare Verwaltungsauffassung, sodass jeder Fall für sich entschieden werden sollte.

Ein kompetenter Steuerberater kann hier beraten und vor Gericht vertreten.

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Flüchtlingshilfe steuerlich begünstigt!

Flüchtlingshilfe steuerlich begünstigt!

Wir danken allen Menschen, die in diesen Tagen so zahlreich Organisationen zur Flüchtlingshilfe in ihrer Freizeit unterstützen und natürlich allen, die sich finanziell an den zu bewältigenden Aufgaben beteiligen.

Zur Förderung und Unterstützung dieses gesamtgesellschaftlichen Engagements bei der Hilfe für Flüchtlinge werden im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der Länder die nachfolgenden Verwaltungsregelungen getroffen. (BMF 22.09.2015 -IV C 4-S 2223/07/0015 :015)

I. Spenden

Für den steuerlichen Ansatz von Spenden muss im Normalfall eine Zuwendungsbestätigung beim Finanzamt eingereicht werden. Hier gibt es aber eine Vereinfachungsregelung bei Spenden bis 200 EUR. Der Steuerpflichtige muss lediglich einen Kontoauszug mit der jeweiligen Überweisung einreichen § 50 Abs. 2 Nr. 2 EStDV.

In diesen Tagen der hohen Spendenbereitschaft an Organisationen der Flüchtlingshilfe gilt diese Vereinfachungsregelung für alle Spenden an die im BMF-Schreiben definierten Organisationen.

II. Spendenaktionen von gemeinnützigen Körperschaften

Ruft ihr sonst nicht steuerbegünstigter Sportverein oder Kleingartenverein in diesen Tagen zu Sonderaktionen auf, sind auch diese Geldzuwendungen im Gegensatz zu Mitgliedsbeiträgen und Spenden für den Verein selbst begünstigt. Hierfür muss der Verein jedoch eine Zuwendungsbestätigung mit einem Vermerk zur Sonderaktion ausstellen und der Verein muss dem Finanzamt nachweisen, dass diese Gelder an Organisationen der Flüchtlingshilfe oder eine inländische öffentliche Dienststelle zur Förderung der Hilfe von Flüchtlingen weitergeleitet werden.

III. Maßnahmen steuerbegünstigter Körperschaften zur Flüchtlingshilfe

Für die Steuerbegünstigung einer Körperschaft ist es in diesen Tagen unschädlich, dass keine Satzungsänderung vorgenommen wird, um Spendengelder zur Flüchtlingshilfe hierfür zu verwenden.

IV.  Steuerliche Behandlung von Spenden aus dem Betriebsvermögen

Bei Zuwendungen als Sponsoring-Maßnahme ist der Betriebsausgabenabzug zuzulassen. Sponsoring ist gegeben, wenn der Sponsor hierfür wirtschaftliche Vorteile, die in der Sicherung oder Erhöhung seines unternehmerischen Ansehens liegen können, für sein Unternehmen erstrebt. Diese wirtschaftlichen Vorteile sind u. a. dadurch erreichbar, dass der Sponsor öffentlichkeitswirksam (z. B. durch Berichterstattung in Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen usw.) auf seine Leistungen aufmerksam macht.

V. Lohnsteuer

Verzichtet ein Arbeitnehmer als Spende in diesen Tagen auf Teile seines Arbeitslohns, bleiben diese Lohnteile bei der Feststellung des steuerpflichtigen Arbeitslohns außer Ansatz, wenn der Arbeitgeber die Verwendungsauflage erfüllt und dies dokumentiert. Ein Spendenabzug (siehe I.) ist dann aber nicht mehr möglich.

 

Dies ist ein Auszug des BMF-Schreibens. Für nähere Informationen lesen Sie bitte BMF 22.09.2015 -IV C 4-S 2223/07/0015 :015 oder kontaktieren Sie Ihren Steuerberater.

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