Ende für Altkassen am 31.12.2016

Mit BMF-Schreiben vom 26.11.2010 wurde für sogenannte „Altkassen“ eine Übergangsregelung bis zum 31.12.2016 geschaffen.

Registrierkassen und ähnliche Geräte wie Taxameter und Wegstreckenzähler die keine Einzelaufzeichnungsfunktion und/oder Speicherungs- bzw. Datenexportfunktion besitzen müssen nun ersetzt werden und dürfen nicht länger benutzt werden.

Es geht vor allem darum die Geschäftsvorfälle, sowie Journal-, Auswertungs- und Programmierdaten revisionssicher mind. 10 Jahre aufzubewahren und diese Daten jederzeit verfügbar, unverzüglich lesbar und maschinell auswertbar zu machen.

Die Aufbewahrungspflicht umfasst ebenso Bedienungs- und Programmieranleitungen, Handbücher, Programmierprotokolle sowie Struktur- und Verfahrensdokumentationen.

Die Härtefallregelung für nicht aufrüstbare Geräte läuft nun am 31.12.2016 ab. Es empfiehlt sich vor allem auch eine Bestätigung des Herstellers der bis hierhin genutzten Geräte zu den Geschäftsunterlagen abzulegen, welche besagt, dass dieses Gerät die Bedingungen ab dem 1.1.2017 nicht erfüllt und eine Umrüstung bzw. Neuanschaffung notwendig war.

Nun wieder eine offene Ladenkasse einzuführen, lässt sich jedoch nicht empfehlen. Auch hier gilt die grundsätzliche Einzelaufzeichnungspflicht, auf welche nur unter der Voraussetzung einer unbestimmten Vielzahl geringwertiger Barumsätze an nicht bekannte bzw. auch nicht feststellbare Personen verzichtet werden kann. Die Einzelaufzeichnungspflicht gilt zudem nicht nur für Buchführungspflichtige, sondern auch für Unternehmer die Ihren Gewinn mittels der Einnahmen-Überschuss-Rechnung ermitteln.

Die Oberfinanzdirektion Karlsruhe hat am 31.10.2016 veröffentlicht, was passieren kann, wenn die Voraussetzungen nicht beachtet werden. Schlimmstenfalls kann die Kassenbuchführung komplett verworfen werden und sogar ein Steuerstrafverfahren eingeleitet werden.

Selbst für neue Geräte gilt jedoch: Vorsicht! Der Gesetzentwurf zum Schutz vor Manipulationen digitaler Grundaufzeichnungen sieht noch weitere Maßnahmen vor, die wahrscheinlich ab dem 1.1.2020 gelten sollen.

Wir erläutern Ihnen gern in einem persönlichen Gespräch worauf Sie in Zukunft achten müssen und helfen Ihnen beim Umstieg zur revisionssicheren Buchführung. Sprechen Sie uns gern an!

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Besteuerungsverfahren soll vereinfacht werden

Besteuerungsverfahren soll vereinfacht werden

Am 9.12.2015 veröffentlichte die Bundesregierung den Gesetzentwurf zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens.

Im Wesentlichen soll es folgende Veränderungen geben:

 

  1. Steigerung von Wirtschaftlichkeit und Effizienz durch einen verstärkten Einsatz der Informationstechnologie und einen zielgenaueren Ressourceneinsatz
  2. Vereinfachte und erleichterte Handhabbarkeit des Besteuerungsverfahrens durch mehr Serviceorientierung und nutzerfreundlichere Prozesse
  3. Neugestaltung der rechtlichen Grundlagen, insbesondere der Abgabenordnung (AO) im Hinblick auf die sich stellenden Herausforderungen und die dafür vorgesehenen Lösungsansätze.

 

Unter anderem soll nun geregelt werden, dass künftig Steuerbescheide auch elektronisch übermittelt bzw. bereitgestellt werden können.

 

Des Weiteren wird das Finanzamt in Zukunft ausdrücklich dazu verpflichtet Bevollmächtigte die geschäftsmäßig Hilfe in Steuersachen leisten, ohne dazu befugt zu sein, zurückzuweisen. Dies ist ganz besonders wichtig für Steuerpflichtige wie Gewerbetreibende, die womöglich nicht erkennen konnten, dass der Hilfeleistende keine Person des § 3 Steuerberatungsgesetzes ist.

 

Auch die Verlängerung der Abgabefrist von Steuererklärungen durch Steuerberater bis zum 28.2. des zweiten auf den Besteuerungszeitraum folgenden Kalenderjahres ist zu begrüßen. Oftmals wurden vor dem 31.12. noch viele Fristverlängerungsanträge an die Finanzämter versandt. Dieser Papierwust soll nun entfallen. Künftig sollen dafür aber sofort mit verspäteter Abgabe der Steuererklärungen Verspätungszuschläge festgesetzt werden. Diese werden nun klar definiert und betragen dann 0,25% mindestens 50 EUR für jeden angefangenen Kalendermonat der Verspätung.

 

Ziel der gesamten Gesetzesänderungen sollen Digitalisierung/Technisierung, Internationalisierung/Globalisierung und Effizienzverbesserungen bei den Finanzbehörden sein.

 

Es bleibt abzuwarten, welche Änderungen sich am Ende durchsetzen. Grundsätzlich dürfte eine Digitalisierung jedoch zu begrüßen sein.

 

Gern unterstützen wir Sie bei der Digitalisierung auch in Ihrem Unternehmen. Durch DATEV-Unternehmen Online wird Ihre Buchhaltung revisionssicher auch im digitalen Zeitalter und auch bei Außenprüfungen wird es kein lästiges Kistenschleppen mehr geben. Rufen Sie uns an oder schreiben uns eine E-Mail, wir beraten Sie gern.

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Die neuen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung – Ab 1.1.2016 wird es ernst!

Die neuen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung – Ab 1.1.2016 wird es ernst!

Am 14.11.2014 (Link zum BMF-Schreiben) hat das Bundesministerium für Finanzen ein 37 Seiten langes Schreiben zur Anwendung der neuen GoBD – Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff – veröffentlicht und damit viele neue Fragen aufgeworfen (Kurzfassung des Schreibens). Die GoBD lösen nun die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ab.

Grundsätzlich ist allein der Steuerpflichtige für die Ordnungsmäßigkeit elektronischer Bücher zuständig. Dies gilt auch bei einer teilweisen oder vollständigen organisatorischen und technischen Auslagerung von Buchführungs- und Aufzeichnungsaufgaben auf Dritte (z. B. Steuerberater oder Rechenzentrum).

Die Ordnungsmäßigkeit elektronischer Bücher und sonst erforderlicher elektronischer Aufzeichnungen ist nach den gleichen Prinzipien zu beurteilen wie die Ordnungsmäßigkeit bei manuell erstellten Büchern oder Aufzeichnungen.

Egal in welcher Form, bei der Führung von Büchern sind folgende Anforderungen zu beachten:

• Grundsatz der Nachvollziehbarkeit und Nachprüfbarkeit,
• Grundsätze der Wahrheit, Klarheit und fortlaufenden Aufzeichnung
• Vollständigkeit
• Richtigkeit
• zeitgerechte Buchungen und Aufzeichnungen
• Ordnung
• Unveränderbarkeit

Jeder Geschäftsvorfall ist zeitnah, d.h. möglichst unmittelbar nach seiner Entstehung in einer Grundaufzeichnung oder in einem Grundbuch zu erfassen. Eine Erfassung von unbaren Geschäftsvorfällen innerhalb von zehn Tagen ist unbedenklich. Kasseneinnahmen und Kassenausgaben sollen nach §146 Absatz 1 Satz 2 AO täglich festgehalten werden. Nach den GoB müssen die Geschäftsvorfälle grundsätzlich laufend gebucht werden (Journal). Es widerspricht dem Wesen der kaufmännischen Buchführung, sich zunächst auf die Sammlung von Belegen zu beschränken und nach Ablauf einer langen Zeit auf Grund dieser Belege die Geschäftsvorfälle in Grundaufzeichnungen oder Grundbüchern einzutragen.

Bei zeitlichen Abständen zwischen Erfassung und Buchung, die über den Ablauf des folgenden Monats hinausgehen, sind die Ordnungsmäßigkeitsanforderungen nur dann erfüllt, wenn die Geschäftsvorfälle vorher fortlaufend richtig und vollständig in Grund(buch)aufzeichnungen oder Grundbüchern festgehalten werden.

Folgende Fragen könnten nun bei Ihnen aufkommen:

• Was bedeutet die Acht- bzw. Zehn-Tage-Frist zu Erfassung von Geschäftsvorfällen?
• Darf ich keine Belege und Unterlagen mehr im Microsoft Word-/Excel-Format erstellen oder aufbewahren?
• Kann ich die Papierbelege nach dem Scannen vernichten (Ersetzendes Scannen)?
• Sind Monats-, Quartals und Jahresbuchführungen nicht mehr erlaubt?
• Was ist eine geordnete Belegablage?

Hinweis: Zu den GoBD sollte bei Nutzung verschiedener Software, wie Warenwirtschaftssysteme beim Unternehmen und gleichzeitig Buchführungsprogramme beim Steuerberater, eine Verfahrensdokumentation erstellt werden. Im Erlass zu den GoBD hält die Finanzverwaltung fest, dass eine Nichtnachvollziehbarkeit oder Nichtnachprüfbarkeit der Verfahrensdokumentation einen formellen Mangel darstellt und somit zur Verwerfung der Buchführung führen kann. Deshalb muss diese zwingend zusammen mit dem Steuerberater erstellt werden, da alle Prozesse in denen Belege verändert werden könnten in der Verfahrensdokumentation berücksichtigt werden müssen.

Wir beraten Sie gern zu diesem und auch anderen Themen (z.B. Umstellung auf eine digitale Dokumentenablage) und erstellen auch gern mit Ihnen die geforderte Verfahrensdokumentation zur Beleg- und Dokumentenablage in Ihrem Unternehmen.

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Wissenssammlung zu den GoBD

Wissenssammlung zu den GoBD

Auf der Homepage Verband elektronische Rechnung finden Sie viele Informationen unter anderem zum Thema Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung.

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Werbung von Buchhaltern muss auf die Begrenzung der Tätigkeiten hinweisen

Werbung von Buchhaltern muss auf die Begrenzung der Tätigkeiten hinweisen

Für freiberuflich tätige Buchhalter, Lohnsteuerhilfevereine und z.B. Kontierungsbüros gibt es weitreichende Einschränkungen der Tätigkeiten. Buchhalter und Kontierungsbüros sind dazu befugt Belege zu sortieren und zu erfassen, dürfen jedoch nicht Kontieren oder Buchungsanweisungen erteilen. Des Weiteren auch keine Abschlüsse oder Steuererklärungen erstellen. Lohnsteuerhilfevereine dürfen Arbeitnehmern bei der Erstellung ihrer Einkommensteuererklärung behilflich sein.
Der BGH hat sich nun unter dem Aktenzeichen I ZR 145/14 damit befasst, ob sich eine als selbstständige Buchhalterin arbeitende Wirtschaftsinformatikerin mit der Bezeichnung „Mobiler Buchhaltungsservice i.S. § 6 StBerG“ bewerben darf.
Die Antwort lautete Nein. Allein der Begriff Buchhaltungsservice ohne auf Einschränkungen hinzuweisen, ist irreführend, da damit auch Tätigkeiten in Verbindung gebracht werden könnten, die nicht als Hilfeleistung in Steuersachen zulässig sind. Auch der Verweis auf  § 6 StBerG reicht hier nicht aus.

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Geschenke an Geschäftsfreunde und Arbeitnehmer – Was ist zu beachten?

Geschenke an Geschäftsfreunde und Arbeitnehmer – Was ist zu beachten?

Schenken macht bekanntlich Freude – beschenkt werden auch. Aber gerade als Unternehmer sollten Sie sich in diesen Fällen steuerberatend absichern. Denn:

Jüngst hat das Bundesministerium der Finanzen ein BMF-Schreiben zu den BFH-Urteil vom 16.10. und 12.12.2013 erlassen.

Grundsätzlich gilt, dass der Empfänger eines Geschenkes aus betrieblichem Anlass eines Zuwendenden den Wert des Geschenkes der Einkommensteuer zu unterwerfen hat. Da dies in der Praxis jedoch oft unterbleibt, gilt seit der Anwendung des Jahressteuergesetzes 2007, dass diese Geschenke schon durch den Zuwender nach § 37b EStG mittels einer Lohnsteueranmeldung versteuert werden können.

Zuwendungsempfänger können sowohl eigene Arbeitnehmer als auch Geschäftspartner sein und die Zuwendung muss zusätzlich zur ohnehin vereinbarten Leistung oder dem ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erfolgen. „Zusätzlich“ bedeutet in sachlichem und zeitlichem Zusammenhang mit einem abgeschlossenen Vertragsverhältnis und zur ohnehin geschuldeten Leistung. Zuwendungen ohne einen Leistungsaustausch, beispielsweise bei Vertragsanbahnungen und Neukundengewinnung, fallen nicht unter § 37b EStG.

Wichtig ist, dass das Geschenk betrieblich veranlasst ist und beim Empfänger eine Bereicherung darstellt.

Das Wahlrecht kann innerhalb eines Wirtschaftsjahres nur einmal ausgeübt werden. Alle Weiteren Geschäftsvorfälle der gleichen Art sind dann, in gleicher Weise zu behandeln. Also entweder Pauschalbesteuerung nach § 37b EStG oder nicht. Außer das Geschenk oder die Geschenke an ein und dieselbe Person haben einen Wert von über 10.000 EUR, dann kann ein einzelnes Wahlrecht ausgeübt werden.

Die Entscheidung zur Wahlrechtsausübung kann unterjährig mittels der monatlichen Lohnsteueranmeldung, spätestens jedoch mit der letzten Lohnsteueranmeldung des Wirtschaftsjahres getroffen werden.

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Weniger Bürokratie – schärfere Voraussetzungen für Kapitalgesellschaften – Das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG)

Weniger Bürokratie – schärfere Voraussetzungen für Kapitalgesellschaften – Das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG)

Am 22.07.2015 wurde das BilRUG im Bundesgesetzblatt verkündet. Der versprochene Abbau der Bürokratiekosten wird vor allem durch Veränderungen der Schwellenwerte erreicht.

Einzelgewerbetreibende sind nicht buchführungspflichtig, wenn ihr Umsatz unter 600.000 EUR und der Gewinn unter 60.000 EUR bleibt. Sie können ihren Gewinn also mittels Einnahmen-Überschussrechnung ermitteln.

Eine Kapitalgesellschaft muss an mindestens 2 hintereinander liegenden Bilanzstichtagen mindestens 2 Werte unterschreiten, um sich einer der vier Größenklassen zuzuordnen. Beispiel: X-Gmbh erzielt 2013 und 2014 650.000 EUR Umsatz, die Bilanzsumme beträgt 325.000 EUR an und hat 9 Mitarbeiter. Somit wäre sie im KJ 2014 als KleinstKapG einzuordnen. Steigt der Gewinn nun in 2015 auf 360.000 EUR an und ein Mitarbeiter kommt dazu, könnte sie sich in 2015 nur noch als Kleine KapG einordnen.

Schwellen der Größenklassen nach § 267 HGB nach BilRUG

Es ist zu beachten, dass die erhöhten Schwellenwerte nur dann bereits rückwirkend für Wirtschaftsjahre die nach dem 31.12.2013 beginnen Anwendung finden dürfen, wenn zugleich mit den erhöhten Werten auch die neue Umsatzerlösdefinition angewendet wird. Die Definition der Umsätze von gewöhnliche für das Unternehmen typische Erlöse wird ausgeweitet auf alle Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von Produkten sowie aus der Erbringung von Dienstleistungen. In die Berechnung der Bilanzsumme sind nunmehr die aktiven latenten Steuern einzubeziehen. Eine noch im Regierungsentwurf eingeräumte Möglichkeit, das BilRUG insgesamt vorzeitig anzuwenden, wurde gestrichen.

Für KleinstKapG und Kleine KapG gibt es folgende Erleichterungen beim Aufstellen der Jahresabschlüsse.

Erleichterungen im Jahresabschluss

Die übrigen geänderten Vorschriften und die §§ 267, 267a, 277 und 293 HGB-BilRUG, wenn sie nicht bereits vorzeitig Anwendung gefunden haben, sind für Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2015 beginnen, nun pflichtgemäß anzuwenden.

Teilweise kann durch die neuen Schwellenwerte großer Aufwand und Kosten gespart werden. Auch Steuerberaterkosten oder Kosten für die in § 3 Nr.1 bis 3 StBerG genannten Personen und Gesellschaften, die die Befugnis zur unbeschränkten Hilfeleistung in Steuersachen haben, für die Aufstellung des Jahresabschlusses können sich somit erheblich reduzieren.

So kann z.B. auch durch rechtzeitiges Reagieren die Bilanzsumme, der Umsatz oder die Anzahl der Mitarbeiter in die richtige Richtung gelenkt werden.
• Rechnungen können z.B. kurz vor dem Bilanzstichtag bezahlt werden, was sowohl Verbindlichkeiten, als auch Bankguthaben reduziert.
• Nicht mehr benötigtes Anlagevermögen oder Vorräte können verkauft werden und mit den Erlösen können Kredite oder andere Verbindlichkeiten getilgt werden.
• Gewinnvorträge können ausgeschüttet werden. Somit wird das Eigenkapital oder das Bankguthaben reduziert.
• Bonivereinbarungen mit Kunden können bereits im Dezember ausgezahlt werden.
• Lieferungen können in Absprache mit Kunden auf den ersten Monat des neuen Jahres verschoben werden.

Lesen Sie hierzu auch: Haufe.de

 

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Pauschalbesteuerung bei Geschenken an Geschäftspartner

Pauschalbesteuerung bei Geschenken an Geschäftspartner

Mit Schreiben vom 19.05.2015 hat die Finanzverwaltung ihr Schreiben zur Pauschalierung der Einkommensteuer bei Sachzuwendungen nach § 37b EStG aktualisiert.

Grundsätzlich können „Steuerpflichtige die Einkommensteuer einheitlich für alle innerhalb eines Wirtschaftsjahres gewährten betrieblich veranlassten Zuwendungen, die zusätzlich zur ohnehin vereinbarten Leistung oder Gegenleistung erbracht werden und Geschenke unter 35 EUR an Nichtarbeitnehmer mit einem Pauschsteuersatz von 30 Prozent erheben“.

Das bedeutet, dass ein Unternehmer Geschenke an Geschäftspartner die pauschale Einkommensteuer mittels einer Lohnsteueranmeldung abführen kann. Ansonsten muss der Beschenkte den Wert seines erhaltenen Geschenkes selbst versteuern.

Für den Schenker ist die pauschalisierte Einkommensteuer als Betriebsausgabe abzugsfähig.

Sachzuwendungen und Streuwerbeartikel unter 10 EUR müssen nicht versteuert werden.

 

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Digitaler Zugriff des Finanzamtes auf Einzelverkaufsdaten einer PC-Kasse

Grundsätzlich gilt für jeden Kaufmann die Einzelaufzeichnungspflicht für alle Geschäftsvorfalle. Aus jeder einzelnen Aufzeichnung eines Geschäftsvorfalls muss die Art und Anzahl der verkauften Ware und der Name sowie Anschrift des Vertragspartners (des Käufers) ersichtlich sein. Grundsätzlich gilt das auch bei Bargeschäften (gemäß der GoBD ist eine Aufzeichnung der Namen bei Bargeschäften jedoch nicht notwendig).

Der Bundesfinanzhof (16.12.2014 – X R 42/13) bejaht es jedoch, dass es in den Fällen unzumutbar ist, in denen dies „technisch, betriebswirtschaftlich und praktisch“ unmöglich ist.
Wer die Unzumutbarkeit geltend macht und keine Einzelaufzeichnungen vorlegen kann, läuft natürlich Gefahr, Hinzuschätzungen des Finanzamtes akzeptieren zu müssen.

Hat der Unternehmer jedoch einzeln aufgezeichnet, ist er auch verpflichtet bei einer Prüfung die Daten der Einzelaufzeichnung herauszugeben.
Hinweis: Aus der Einzelaufzeichnungspflicht folgt jedoch keine Einzelverbuchungspflicht. In der Buchhaltung kann das Tagesgeschäft in einer Summe erfasst werden.

Der BFH machte in seinem Urteil aber auch deutlich, dass die Einzelaufzeichnungspflicht nach dem Umsatzsteuergesetz auch für Einnahmen-Überschussrechner gilt. Ein Kassenbuch muss jedoch nicht geführt werden. Die geordnete Belegablage ist für den Einnahmen-Überschussrechner ausreichend.

Als Fazit kann man sagen, dass der Kaufmann zur Einzelaufzeichnung verpflichtet ist, egal welches Kassensystem er nutzt. Der Unternehmer sollte sich jedoch entsprechend beraten lassen, welche weiteren Pflichten er bei seinen Aufzeichnungen erfüllen muss.

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Geplante Änderung der Buchführungsgrenzen

Für kleinere Unternehmen sollen zukünftig weniger steuerliche Aufzeichnungspflichten gelten. Die Umsatzgrenze zur Buchführungspflicht nach § 141 Abs. 1 Nr. 1 AO soll von derzeit 500.000 EUR auf 600.000 EUR angehoben werden. Die Gewinngrenze nach Nr. 4, 5 von 50.000 EUR auf 60.000 EUR. Das soll erstmals für Wirtschaftsjahre gelten, die nach dem 31.12.2015 beginnen.

Das BilRUG im Detail

Update 07.07.2015: Gesetz ist verabschiedet

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