Arbeitnehmer und Firmenwagen: Jetzt selbst getragene Benzinkosten steuermindernd ansetzen!

Arbeitnehmer und Firmenwagen: Jetzt selbst getragene Benzinkosten steuermindernd ansetzen!

Der Bundesfinanzhof hat jüngst entschieden, dass ein Arbeitnehmer seine für seinen 1% versteuerten Firmenwagen selbst getragenen Kosten z.B. für Benzin und Reparaturen in der Einkommensteuererklärung als Werbungskosten ansetzen darf!

Gern beraten wir Sie individuell für Ihren Fall und erstellen Ihre Einkommensteuererklärung. Sprechen Sie uns gern an.

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Abzüge in der Einkommensteuererklärung steuern

Abzüge in der Einkommensteuererklärung steuern

Für die Einkommensteuererklärung gilt grundsätzlich das sogenannte Zufluss-Abfluss-Prinzip. Z.B. für die 20%ige Steuerrückerstattung bei Handwerkerleistungen und haushaltsnahen Dienstleistungen sollten Sie Rechnungen eventuell schon vor Ablauf des Zahlungsziels also noch vor dem 31.12.2016 begleichen, um diese Erstattung in 2016 geltend machen zu können.

Auch bei den Werbungskosten kann sich eine frühe Zahlung lohnen, um in einem Veranlagungszeitraum die Werbungskosten bei Überschreiten des pauschalen Werbungskostenansatzes in Höhe von 1.000 EUR geltend machen zu können.

Beispiel:

A nimmt an einer Fortbildung teil, die ihn im Quartal 500 EUR kostet. Anstatt die 3. Rate erts im Januar 2017 zu bezahlen, könnte A die Zahlung am 20.12.2016 vornehmen, um so in 2016 1.500 EUR in Abzug bringen zu können und im Jahr 2017 trotzdem einen Abzug in Höhe von 1.000 EUR zu haben.

Würde er im Januar zahlen, würden für beide Veranlagungszeiträume jeweils nur 1.000 EUR abzugsfähig sein.

ACHTUNG: A muss mehr als 10 Tage vor Ablauf des Jahres zahlen, da bei wiederkehrenden Zahlungen, Zahlungen bis zu 10 Tage vor Beginn des Veranlagungszeitraumes, diesem jedoch zugeordnet werden! Zudem gilt z.B. für bilanzierende Unternehmer nicht das Zufluss-Abfluss-Prinzip. Gern prüfen wir Ihren Fall. Für eine Beratung kontaktieren Sie uns bitte.

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Steuererklärungen: Pflicht zur elektronischen Abgabe

Steuererklärungen: Pflicht zur elektronischen Abgabe

Bereits seit 2011 besteht für Gewerbetreibende, Land- und Forstwirte und auch für Privathaushalte mit einer Fotovoltaikanlage die Pflicht zur elektronischen Abgabe der Steuererklärung und damit verbunden der Einnahmen-Überschuss-Rechnung.

Ab diesem Jahr wird die Finanzverwaltung konsequent die Abgabe von Steuererklärungen in Papierform als nicht abgegeben werten.

Hieraus können Verspätungszuschläge entstehen, die bis zu 10% der festgesetzten Steuer betragen können.

Gern sind wir bei Ihrer Steuererklärung behilflich und Sie können von der Fristverlängerung zur Abgabe der Steuererklärungen bei Abgabe durch einen Steuerberater bis zum 31.12. Gebrauch machen.

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Zumutbare Belastung bei außergewöhnlichen Belastungen nicht verfassungswidrig

Zumutbare Belastung bei außergewöhnlichen Belastungen nicht verfassungswidrig

Am 2.9.2015 urteilte der Bundesfinanzhof (VI R 32/13) über verfassungsrechtlichen Bedenken in Bezug auf die Kürzung der außergewöhnlichen Belastungen um sie sog. zumutbare Belastung.

Da auch Sozialhilfeempfänger seit 2004 aus den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln Zuzahlungen leisten müssen, wird durch den Ansatz der Kürzung auch nicht das steuerfrei gestellte Existenzminimum unterschritten.

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Besteuerungsverfahren soll vereinfacht werden

Besteuerungsverfahren soll vereinfacht werden

Am 9.12.2015 veröffentlichte die Bundesregierung den Gesetzentwurf zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens.

Im Wesentlichen soll es folgende Veränderungen geben:

 

  1. Steigerung von Wirtschaftlichkeit und Effizienz durch einen verstärkten Einsatz der Informationstechnologie und einen zielgenaueren Ressourceneinsatz
  2. Vereinfachte und erleichterte Handhabbarkeit des Besteuerungsverfahrens durch mehr Serviceorientierung und nutzerfreundlichere Prozesse
  3. Neugestaltung der rechtlichen Grundlagen, insbesondere der Abgabenordnung (AO) im Hinblick auf die sich stellenden Herausforderungen und die dafür vorgesehenen Lösungsansätze.

 

Unter anderem soll nun geregelt werden, dass künftig Steuerbescheide auch elektronisch übermittelt bzw. bereitgestellt werden können.

 

Des Weiteren wird das Finanzamt in Zukunft ausdrücklich dazu verpflichtet Bevollmächtigte die geschäftsmäßig Hilfe in Steuersachen leisten, ohne dazu befugt zu sein, zurückzuweisen. Dies ist ganz besonders wichtig für Steuerpflichtige wie Gewerbetreibende, die womöglich nicht erkennen konnten, dass der Hilfeleistende keine Person des § 3 Steuerberatungsgesetzes ist.

 

Auch die Verlängerung der Abgabefrist von Steuererklärungen durch Steuerberater bis zum 28.2. des zweiten auf den Besteuerungszeitraum folgenden Kalenderjahres ist zu begrüßen. Oftmals wurden vor dem 31.12. noch viele Fristverlängerungsanträge an die Finanzämter versandt. Dieser Papierwust soll nun entfallen. Künftig sollen dafür aber sofort mit verspäteter Abgabe der Steuererklärungen Verspätungszuschläge festgesetzt werden. Diese werden nun klar definiert und betragen dann 0,25% mindestens 50 EUR für jeden angefangenen Kalendermonat der Verspätung.

 

Ziel der gesamten Gesetzesänderungen sollen Digitalisierung/Technisierung, Internationalisierung/Globalisierung und Effizienzverbesserungen bei den Finanzbehörden sein.

 

Es bleibt abzuwarten, welche Änderungen sich am Ende durchsetzen. Grundsätzlich dürfte eine Digitalisierung jedoch zu begrüßen sein.

 

Gern unterstützen wir Sie bei der Digitalisierung auch in Ihrem Unternehmen. Durch DATEV-Unternehmen Online wird Ihre Buchhaltung revisionssicher auch im digitalen Zeitalter und auch bei Außenprüfungen wird es kein lästiges Kistenschleppen mehr geben. Rufen Sie uns an oder schreiben uns eine E-Mail, wir beraten Sie gern.

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Bauabzugssteuer – ab 1.1.2016 auch bei Photovoltaikanlagen

Bauabzugssteuer – ab 1.1.2016 auch bei Photovoltaikanlagen

Wie in unserem Beitrag Bauleistungen – Unterschied §48b EStG und §13b UStG bereits näher erläutert, bezieht sich die Freistellungsbescheinigung nach §48b EStG auf die sog. Bauabzugssteuer. Diese hat der Gesetzgeber zur Bekämpfung der Schwarzarbeit 2001 eingeführt.

Ab dem 1.1.2016 müssen Auftraggeber nun auch 15% des Entgeltes bei Bauarbeiten an Photovoltaikanlagen einbehalten, wenn ihnen keine gültige Freistellungsbescheinigung vorgelegt wurde.

In der bisherigen Rechtsprechung und Verwaltungsauffassung galt eine Photovoltaikanlage als Betriebsvorrichtung und nicht als Bauwerk und fiel somit nicht unter die Bauabzugssteuer. Bis zum 31.12.2015 gilt eine Übergangsregelung. Maßgeblich ist der Zahlungszeitpunkt.

Als Umsatzsteuerspezialisten beraten wir Sie gern auf diesen und anderen Gebieten.

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Flüchtlingshilfe steuerlich begünstigt!

Flüchtlingshilfe steuerlich begünstigt!

Wir danken allen Menschen, die in diesen Tagen so zahlreich Organisationen zur Flüchtlingshilfe in ihrer Freizeit unterstützen und natürlich allen, die sich finanziell an den zu bewältigenden Aufgaben beteiligen.

Zur Förderung und Unterstützung dieses gesamtgesellschaftlichen Engagements bei der Hilfe für Flüchtlinge werden im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der Länder die nachfolgenden Verwaltungsregelungen getroffen. (BMF 22.09.2015 -IV C 4-S 2223/07/0015 :015)

I. Spenden

Für den steuerlichen Ansatz von Spenden muss im Normalfall eine Zuwendungsbestätigung beim Finanzamt eingereicht werden. Hier gibt es aber eine Vereinfachungsregelung bei Spenden bis 200 EUR. Der Steuerpflichtige muss lediglich einen Kontoauszug mit der jeweiligen Überweisung einreichen § 50 Abs. 2 Nr. 2 EStDV.

In diesen Tagen der hohen Spendenbereitschaft an Organisationen der Flüchtlingshilfe gilt diese Vereinfachungsregelung für alle Spenden an die im BMF-Schreiben definierten Organisationen.

II. Spendenaktionen von gemeinnützigen Körperschaften

Ruft ihr sonst nicht steuerbegünstigter Sportverein oder Kleingartenverein in diesen Tagen zu Sonderaktionen auf, sind auch diese Geldzuwendungen im Gegensatz zu Mitgliedsbeiträgen und Spenden für den Verein selbst begünstigt. Hierfür muss der Verein jedoch eine Zuwendungsbestätigung mit einem Vermerk zur Sonderaktion ausstellen und der Verein muss dem Finanzamt nachweisen, dass diese Gelder an Organisationen der Flüchtlingshilfe oder eine inländische öffentliche Dienststelle zur Förderung der Hilfe von Flüchtlingen weitergeleitet werden.

III. Maßnahmen steuerbegünstigter Körperschaften zur Flüchtlingshilfe

Für die Steuerbegünstigung einer Körperschaft ist es in diesen Tagen unschädlich, dass keine Satzungsänderung vorgenommen wird, um Spendengelder zur Flüchtlingshilfe hierfür zu verwenden.

IV.  Steuerliche Behandlung von Spenden aus dem Betriebsvermögen

Bei Zuwendungen als Sponsoring-Maßnahme ist der Betriebsausgabenabzug zuzulassen. Sponsoring ist gegeben, wenn der Sponsor hierfür wirtschaftliche Vorteile, die in der Sicherung oder Erhöhung seines unternehmerischen Ansehens liegen können, für sein Unternehmen erstrebt. Diese wirtschaftlichen Vorteile sind u. a. dadurch erreichbar, dass der Sponsor öffentlichkeitswirksam (z. B. durch Berichterstattung in Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen usw.) auf seine Leistungen aufmerksam macht.

V. Lohnsteuer

Verzichtet ein Arbeitnehmer als Spende in diesen Tagen auf Teile seines Arbeitslohns, bleiben diese Lohnteile bei der Feststellung des steuerpflichtigen Arbeitslohns außer Ansatz, wenn der Arbeitgeber die Verwendungsauflage erfüllt und dies dokumentiert. Ein Spendenabzug (siehe I.) ist dann aber nicht mehr möglich.

 

Dies ist ein Auszug des BMF-Schreibens. Für nähere Informationen lesen Sie bitte BMF 22.09.2015 -IV C 4-S 2223/07/0015 :015 oder kontaktieren Sie Ihren Steuerberater.

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Schuhe sind keine Werbungskosten für Schuhverkäufer

Schuhe sind keine Werbungskosten für Schuhverkäufer

Das Finanzgericht Münster hat mit Urteil vom 1.7.2015 entschieden, dass eine Schuhverkäuferin keine Werbungskosten für Schuhe geltend machen darf. Auch wenn die „Servicestandards“ der Schuhhauskette festlegen, dass jede Mitarbeiterin während der Arbeit „sauber geputzte Schuhe aus eigenem Haus“ tragen muss. Aufwendungen für bürgerliche Kleidung seien als Kosten der privaten Lebensführung steuerlich nicht abzugsfähig. Das gilt selbst dann, wenn sie so gut wie ausschließlich im Beruf getragen werde und eigens für diesen Zweck angeschafft wurde. Ein Werbungskostenabzug sei bereits dann ausgeschlossen, wenn die private Nutzung eines Kleidungsstücks möglich und üblich ist. Dies gelte nicht für typische Berufskleidung, die nach ihrer Beschaffenheit nahezu ausschließlich für die berufliche Verwendung bestimmt ist (z.B. Uniformen, Amtstrachten oder Arztkittel).

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Eilmeldung – Zivilprozesskosten keine außergew. Belastungen

Eilmeldung – Zivilprozesskosten keine außergew. Belastungen

Am 12.08.2015 wurde das Urteil des BFH  v. 18.06.2015 – VI R 17/14 veröffentlicht, aus dem nunmehr hervorgeht, dass der Senat nicht mehr an seiner Entscheidung vom 12.5.2011 – VI R 42/10 festhält. Hier nahm der Senat die Unausweichlichkeit von Zivilprozesskosten unter der Voraussetzung an, dass die beabsichtigte Rechtsverfolgung hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet und nicht mutwillig erscheint.

Der Senat hat seine Auffassung überdacht und kommt nun zu dem Ergebnis, dass die Kosten eines Zivilprozesses grundsätzlich nur dann als zwangsläufig anzusehen, wenn auch das die Prozessführung mit der Folge der Zahlungsverpflichtung adäquat verursachende Ereignis für den Steuerpflichtigen zwangsläufig ist.

Diese Auffassung entspricht nun dem durch das AmtshilfeRLUmsG v. 26.6.2013 (BGBl. I 2013, 1809) geschaffenen und ab VZ 2013 geltenden gesetzlichen Abzugsverbot in § 33 Abs. 2 Satz 4 EStG. Hier wird auf die Bedrohung der Existenzgefährdung abgestellt. Leider hat sich der BFH nicht um eine Definition der Existenzgefährdung bemüht.

 

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Geschenke an Geschäftsfreunde und Arbeitnehmer – Was ist zu beachten?

Geschenke an Geschäftsfreunde und Arbeitnehmer – Was ist zu beachten?

Schenken macht bekanntlich Freude – beschenkt werden auch. Aber gerade als Unternehmer sollten Sie sich in diesen Fällen steuerberatend absichern. Denn:

Jüngst hat das Bundesministerium der Finanzen ein BMF-Schreiben zu den BFH-Urteil vom 16.10. und 12.12.2013 erlassen.

Grundsätzlich gilt, dass der Empfänger eines Geschenkes aus betrieblichem Anlass eines Zuwendenden den Wert des Geschenkes der Einkommensteuer zu unterwerfen hat. Da dies in der Praxis jedoch oft unterbleibt, gilt seit der Anwendung des Jahressteuergesetzes 2007, dass diese Geschenke schon durch den Zuwender nach § 37b EStG mittels einer Lohnsteueranmeldung versteuert werden können.

Zuwendungsempfänger können sowohl eigene Arbeitnehmer als auch Geschäftspartner sein und die Zuwendung muss zusätzlich zur ohnehin vereinbarten Leistung oder dem ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erfolgen. „Zusätzlich“ bedeutet in sachlichem und zeitlichem Zusammenhang mit einem abgeschlossenen Vertragsverhältnis und zur ohnehin geschuldeten Leistung. Zuwendungen ohne einen Leistungsaustausch, beispielsweise bei Vertragsanbahnungen und Neukundengewinnung, fallen nicht unter § 37b EStG.

Wichtig ist, dass das Geschenk betrieblich veranlasst ist und beim Empfänger eine Bereicherung darstellt.

Das Wahlrecht kann innerhalb eines Wirtschaftsjahres nur einmal ausgeübt werden. Alle Weiteren Geschäftsvorfälle der gleichen Art sind dann, in gleicher Weise zu behandeln. Also entweder Pauschalbesteuerung nach § 37b EStG oder nicht. Außer das Geschenk oder die Geschenke an ein und dieselbe Person haben einen Wert von über 10.000 EUR, dann kann ein einzelnes Wahlrecht ausgeübt werden.

Die Entscheidung zur Wahlrechtsausübung kann unterjährig mittels der monatlichen Lohnsteueranmeldung, spätestens jedoch mit der letzten Lohnsteueranmeldung des Wirtschaftsjahres getroffen werden.

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