Geschenke an Geschäftsfreunde und Arbeitnehmer – Was ist zu beachten?

Schenken macht bekanntlich Freude – beschenkt werden auch. Aber gerade als Unternehmer sollten Sie sich in diesen Fällen steuerberatend absichern. Denn:

Jüngst hat das Bundesministerium der Finanzen ein BMF-Schreiben zu den BFH-Urteil vom 16.10. und 12.12.2013 erlassen.

Grundsätzlich gilt, dass der Empfänger eines Geschenkes aus betrieblichem Anlass eines Zuwendenden den Wert des Geschenkes der Einkommensteuer zu unterwerfen hat. Da dies in der Praxis jedoch oft unterbleibt, gilt seit der Anwendung des Jahressteuergesetzes 2007, dass diese Geschenke schon durch den Zuwender nach § 37b EStG mittels einer Lohnsteueranmeldung versteuert werden können.

Zuwendungsempfänger können sowohl eigene Arbeitnehmer als auch Geschäftspartner sein und die Zuwendung muss zusätzlich zur ohnehin vereinbarten Leistung oder dem ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erfolgen. „Zusätzlich“ bedeutet in sachlichem und zeitlichem Zusammenhang mit einem abgeschlossenen Vertragsverhältnis und zur ohnehin geschuldeten Leistung. Zuwendungen ohne einen Leistungsaustausch, beispielsweise bei Vertragsanbahnungen und Neukundengewinnung, fallen nicht unter § 37b EStG.

Wichtig ist, dass das Geschenk betrieblich veranlasst ist und beim Empfänger eine Bereicherung darstellt.

Das Wahlrecht kann innerhalb eines Wirtschaftsjahres nur einmal ausgeübt werden. Alle Weiteren Geschäftsvorfälle der gleichen Art sind dann, in gleicher Weise zu behandeln. Also entweder Pauschalbesteuerung nach § 37b EStG oder nicht. Außer das Geschenk oder die Geschenke an ein und dieselbe Person haben einen Wert von über 10.000 EUR, dann kann ein einzelnes Wahlrecht ausgeübt werden.

Die Entscheidung zur Wahlrechtsausübung kann unterjährig mittels der monatlichen Lohnsteueranmeldung, spätestens jedoch mit der letzten Lohnsteueranmeldung des Wirtschaftsjahres getroffen werden.

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