Schuhe sind keine Werbungskosten für Schuhverkäufer

Das Finanzgericht Münster hat mit Urteil vom 1.7.2015 entschieden, dass eine Schuhverkäuferin keine Werbungskosten für Schuhe geltend machen darf. Auch wenn die „Servicestandards“ der Schuhhauskette festlegen, dass jede Mitarbeiterin während der Arbeit „sauber geputzte Schuhe aus eigenem Haus“ tragen muss. Aufwendungen für bürgerliche Kleidung seien als Kosten der privaten Lebensführung steuerlich nicht abzugsfähig. Das gilt selbst dann, wenn sie so gut wie ausschließlich im Beruf getragen werde und eigens für diesen Zweck angeschafft wurde. Ein Werbungskostenabzug sei bereits dann ausgeschlossen, wenn die private Nutzung eines Kleidungsstücks möglich und üblich ist. Dies gelte nicht für typische Berufskleidung, die nach ihrer Beschaffenheit nahezu ausschließlich für die berufliche Verwendung bestimmt ist (z.B. Uniformen, Amtstrachten oder Arztkittel).

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