Steuererklärung durch Buchhaltungsbüro bleibt verboten (BFH, Urteil v. 7.6.2017)

Buchhaltungsbüros ist es verboten, Steuererklärungen zu erstellen, auch keine Umsatzsteuervoranmeldung. Dies gilt auch dann, wenn diese automatisch erfolgt, so hat nun der Bundesfinanzhof entschieden, vgl. BFH, Urteil v. 7.6.2017, II R 22/15. Darüber hinaus dürfen diese auch in keiner Weise mitwirken, z.B. durch Vorbereitung mit anschließender Einreichung durch den Mandanten. Das gleiche gilt für sog. Unternehmensberater oder für Lohnsteuerhilfevereine, wenn diese ihre beschränkten Befugnisse überschreiten.

Häufig wissen die Mandanten jedoch gar nicht, ob sie bei einem Steuerberater oder einem Buchhaltungsbüro sind. Dies lässt sich leicht auf der Seite der Bundessteuerberaterkammer feststellen:

http://steuerberaterverzeichnis.berufs-org.de/

Wer dort nicht genannt ist, ist kein Steuerberater, welcher bei Steuererklärungen helfen darf. Er ist nicht als Steuerberater versichert und die Finanzämter weisen seine Steuererklärungen bei Befugnisüberschreitung zurück.

(Hinweis: Rechtsanwälte und Wirtschaftsprüfer dürfen Steuererklärungen erstellen!).

Share Button
%d Bloggern gefällt das: