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Die Generation Z macht es vor. Ob nebenberuflich oder sogar hauptberuflich. Beliebtheit durch viele Follower, Likes und Shares kann schnell zu guter Bezahlung, Vergünstigungen oder Annehmlichkeiten führen. Steuerrechtlich sind die Einkünfte, Einnahmen, Umsätze, Geschenke, Rabatte u.a. nicht immer eindeutig und schnell einzuordnen. Ob Gewerbesteuer, Einkommensteuer und Umsatzsteuer anfallen oder sogar monatliche Umsatzsteuer-Voranmeldungen abzugeben sind, sollte unbedingt beim Steuerberater geklärt werden, denn Sanktionen vom Finanzamt können schnell teuer werden. Zudem, wer möchte nicht wissen, ob sich das, was man tut überhaupt rentiert? Also, es lohnt sich, das Tun auch Mal steuerlich abzuklären.

Keine anteiligen Kosten bei Gebäudenutzung einer Tagesmutter

FG Baden-Württemberg, Urteil v. 7.5.2019 – 8 K 751/17

In dem Urteil wurden einer Tagesmutter Kosten für die Nutzung ihres Privathauses zur Betreuung der Kinder untersagt, da diese nicht die zur Verfügung stehenden Pauschalkosten überschritten, nachdem die Finanzverwaltung den Aufteilungsmaßstab überprüft hatte. Im Streitfall existiert kein sachgerechter Aufteilungsmaßstab. Das Gebäude wird abwechselnd betrieblich und privat genutzt. Eine zeitliche Zuordnung ist nicht möglich.

Kassenzertifizierung ab 01.01.2020

Unternehmen mit elektronischen Registrierkassen bzw. Kassensystemen wurden mit dem sog. Kassengesetz verpflichtet, diese ab dem 1.1.2020 mit einer zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung (tSE) auszurüsten. Da zurzeit jedoch noch keine zertifizierten Sicherheitslösungen am Markt erhältlich sind, ist absehbar, dass eine flächendeckende Ausstattung aller geschätzt 2,1 Millionen Kassen in Deutschland bis zu diesem Stichtag 1.1.2020 nicht mehr möglich ist.

Elektronische Aufzeichnungssysteme müssten innerhalb eines Monats nach Anschaffung oder Außerbetriebnahme an das zuständige Finanzamt gemeldet werden (§ 146a Abs. 4 Satz 1 und 2 AO).

Auf der aktuellen Bund-Länder-Arbeitsgruppensitzung (25./26.9.2019) wurde nunmehr eine entsprechende Nichtaufgriffsregelung mit Wirkung bis zum 30.9.2020 beschlossen.

Quelle: nwb.de; deubner-steuern.de

Jetzt tätig werden! – Ansprüche aus 2016 verjähren nach dem 31.12.2019!

Jetzt tätig werden! – Ansprüche aus 2016 verjähren nach dem 31.12.2019!

Mit Ablauf des 31.12. eines jeden Jahres verjähren alle Zahlungsansprüche des täglichen Geschäftsverkehrs, die der regelmäßigen Verjährungsfrist (3 Jahre) unterliegen. Ende 2019 verjähren demnach die Forderungen, die 2016 entstanden sind. Mahnungen verhindern diese Verjährung nicht. Um die Verjährung zu hemmen, muss ein gerichtlicher Mahnbescheid möglichst noch vor Weihnachten beantragt werden.

Auch umgekehrt spielt die Verjährung eine große Rolle. Sollten Sie Rechnungen aus Altjahren noch nicht beglichen haben, weil Sie die Leistung z.B. für nicht berechtigt hielten, verjähren auch die Ansprüche des Leistungserbringers an Sie.

Gern sind wir beim Mahnwesen und Forderungseinzug behilflich. Um keine Fristen zu versäumen, sollten bestenfalls uns alle erforderlichen Unterlagen bis zum 30.09.2019 vorliegen.

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Einnahmen-Überschuss-Rechnung ab 2017 auch bei Einnahmen unter 17.500 EUR

Einnahmen-Überschuss-Rechnung ab 2017 auch bei Einnahmen unter 17.500 EUR

Bisher war es bei Einnahmen unter 17.500 EUR möglich eine formlose Überschuss-Rechnung einzureichen. Für den Veranlagungszeitraum 2017 müssen kleine Unternehmer nun jedoch ihre Einnahmen und Ausgaben im Vordruck Anlage FÜR der Einkommensteuererklärung erklären.

Ganz wichtig bei EÜR §11 EStG das Zufluss-Abfluss-Prinzip und die 10 Tage-Regelung!

Bis 30.09. Lohnsteuerhilfen kündigen!

Immer wieder kommen Mandanten von anderen „Steuerberatern“ zu uns, weil sie dort unzufrieden sind.

Im Gespräch stellt sich oft heraus: Es war kein Steuerberater, sondern eine Lohnsteuerhilfe. Wenn wir die Mandanten darüber aufklären, sind sie oft sehr überrascht – teils glaubten sie über Jahre daran.

Wichtig zu wissen: Lohnsteuerhilfen sind fast nie Steuerberater! Es ist keine steuerliche Ausbildung Voraussetzung, um Lohnsteuerhilfe zu werden!

Ärgerlich wird es, wenn wir nach der Kündigung fragen. Diese ist bei solchen Vereinen nur bis zum 30.09. möglich, sonst erst wieder ein Jahr später.

Während Sie beim Ihrem Steuerberater ein tägliches Kündigungsrecht haben, binden diese Vereine Sie für Jahre, egal wie unzufrieden Sie sind und egal, ob Sie dort etwas anfertigen lassen. Zur Rechtfertigung haben einige in Umlauf gebracht, „einmal Steuererklärung immer Steuererklärung“, was natürlich nicht wahr ist.

Bitte Achtung: Bis 30.09. können Sie die Lohnsteuerhilfen kündigen! Tun Sie dies, wenn Sie zu einem echten Steuerberater wechseln wollen, die Lohnsteuerhilfen halten Sie sonst unerbittlich am Beitrag fest und Sie haben doppelte Kosten!

Steuererklärung durch Buchhaltungsbüro bleibt verboten (BFH, Urteil v. 7.6.2017)

Buchhaltungsbüros ist es verboten, Steuererklärungen zu erstellen, auch keine Umsatzsteuervoranmeldung. Dies gilt auch dann, wenn diese automatisch erfolgt, so hat nun der Bundesfinanzhof entschieden, vgl. BFH, Urteil v. 7.6.2017, II R 22/15. Darüber hinaus dürfen diese auch in keiner Weise mitwirken, z.B. durch Vorbereitung mit anschließender Einreichung durch den Mandanten. Das gleiche gilt für sog. Unternehmensberater oder für Lohnsteuerhilfevereine, wenn diese ihre beschränkten Befugnisse überschreiten.

Häufig wissen die Mandanten jedoch gar nicht, ob sie bei einem Steuerberater oder einem Buchhaltungsbüro sind. Dies lässt sich leicht auf der Seite der Bundessteuerberaterkammer feststellen:

http://steuerberaterverzeichnis.berufs-org.de/

Wer dort nicht genannt ist, ist kein Steuerberater, welcher bei Steuererklärungen helfen darf. Er ist nicht als Steuerberater versichert und die Finanzämter weisen seine Steuererklärungen bei Befugnisüberschreitung zurück.

(Hinweis: Rechtsanwälte und Wirtschaftsprüfer dürfen Steuererklärungen erstellen!).

Arbeitnehmer und Firmenwagen: Jetzt selbst getragene Benzinkosten steuermindernd ansetzen!

Arbeitnehmer und Firmenwagen: Jetzt selbst getragene Benzinkosten steuermindernd ansetzen!

Der Bundesfinanzhof hat jüngst entschieden, dass ein Arbeitnehmer seine für seinen 1% versteuerten Firmenwagen selbst getragenen Kosten z.B. für Benzin und Reparaturen in der Einkommensteuererklärung als Werbungskosten ansetzen darf!

Gern beraten wir Sie individuell für Ihren Fall und erstellen Ihre Einkommensteuererklärung. Sprechen Sie uns gern an.

Ende für Altkassen am 31.12.2016

Mit BMF-Schreiben vom 26.11.2010 wurde für sogenannte „Altkassen“ eine Übergangsregelung bis zum 31.12.2016 geschaffen.

Registrierkassen und ähnliche Geräte wie Taxameter und Wegstreckenzähler die keine Einzelaufzeichnungsfunktion und/oder Speicherungs- bzw. Datenexportfunktion besitzen müssen nun ersetzt werden und dürfen nicht länger benutzt werden.

Es geht vor allem darum die Geschäftsvorfälle, sowie Journal-, Auswertungs- und Programmierdaten revisionssicher mind. 10 Jahre aufzubewahren und diese Daten jederzeit verfügbar, unverzüglich lesbar und maschinell auswertbar zu machen.

Die Aufbewahrungspflicht umfasst ebenso Bedienungs- und Programmieranleitungen, Handbücher, Programmierprotokolle sowie Struktur- und Verfahrensdokumentationen.

Die Härtefallregelung für nicht aufrüstbare Geräte läuft nun am 31.12.2016 ab. Es empfiehlt sich vor allem auch eine Bestätigung des Herstellers der bis hierhin genutzten Geräte zu den Geschäftsunterlagen abzulegen, welche besagt, dass dieses Gerät die Bedingungen ab dem 1.1.2017 nicht erfüllt und eine Umrüstung bzw. Neuanschaffung notwendig war.

Nun wieder eine offene Ladenkasse einzuführen, lässt sich jedoch nicht empfehlen. Auch hier gilt die grundsätzliche Einzelaufzeichnungspflicht, auf welche nur unter der Voraussetzung einer unbestimmten Vielzahl geringwertiger Barumsätze an nicht bekannte bzw. auch nicht feststellbare Personen verzichtet werden kann. Die Einzelaufzeichnungspflicht gilt zudem nicht nur für Buchführungspflichtige, sondern auch für Unternehmer die Ihren Gewinn mittels der Einnahmen-Überschuss-Rechnung ermitteln.

Die Oberfinanzdirektion Karlsruhe hat am 31.10.2016 veröffentlicht, was passieren kann, wenn die Voraussetzungen nicht beachtet werden. Schlimmstenfalls kann die Kassenbuchführung komplett verworfen werden und sogar ein Steuerstrafverfahren eingeleitet werden.

Selbst für neue Geräte gilt jedoch: Vorsicht! Der Gesetzentwurf zum Schutz vor Manipulationen digitaler Grundaufzeichnungen sieht noch weitere Maßnahmen vor, die wahrscheinlich ab dem 1.1.2020 gelten sollen.

Wir erläutern Ihnen gern in einem persönlichen Gespräch worauf Sie in Zukunft achten müssen und helfen Ihnen beim Umstieg zur revisionssicheren Buchführung. Sprechen Sie uns gern an!

Verjähringsfrist aus 2013 endet am 31.12.2016

Verjähringsfrist aus 2013 endet am 31.12.2016

Mit Ablauf des 31.12. eines jeden Jahres verjähren alle Zahlungsansprüche des täglichen Geschäftsverkehrs, die der regelmäßigen Verjährungsfrist (3 Jahre) unterliegen. Ende 2016 verjähren demnach die Forderungen, die 2013 entstanden sind. Mahnungen verhindern diese Verjährung nicht. Um die Verjährung zu hemmen, muss ein gerichtlicher Mahnbescheid möglichst noch vor Weihnachten beantragt werden. Gern sind wir Ihnen beim Mahnwesen behilflich. Bitte melden Sie sich zeitnah, sodass keine Fristen verpasst werden.

Auch umgekehrt spielt die Verjährung eine große Rolle. Sollten Sie Rechnungen aus Altjahren noch nicht beglichen haben, weil Sie die Leistung z.B. für nicht berechtigt hielten, verjähren auch die Ansprüche des Leistungserbringers an Sie.

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